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Berufspädagogische Fortbildungen

Berufspädagogische Fortbildungen für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter — 27 Module in fünf Themenlinien, buchbar als Einzeltag, als Online-Format oder als Inhouse-Veranstaltung für Ihre Einrichtung. Jedes Modul endet mit einem Arbeitsergebnis, das Sie am nächsten Tag einsetzen können.

Zur Fortbildungspflicht: Nach § 4 Abs. 3 PflAPrV ist die Befähigung zur Praxisanleitung durch berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich nachzuweisen. Analoges gilt für Praxisanleitende in der ATA-/OTA-Ausbildung (§ 9 Abs. 2 S. 3 ATA-OTA-APrV). Drei Module à 8 UE decken die Jahrespflicht ab.

Bei jedem Modul ist der berufspädagogische Stundenanteil ausgewiesen. Die Anerkennung richtet sich nach den Vorgaben der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes.

Linie A — Recht, Rahmen, Rolle

Der rechtliche und organisatorische Rahmen der Praxisanleitung — Grundlage für alle weiteren Module.

M01 Rechtssicher anleiten Delegation, Haftung und Aufsichtspflicht im Ausbildungsalltag Basis Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie klären die Rechtsfragen, die im Anleitungsalltag wirklich vorkommen — von der Delegation über die Aufsichtspflicht bis zur belastbaren Dokumentation. Am Ende des Tages haben Sie einen eigenen Entscheidungsleitfaden für Ihren Bereich in der Hand.

Die Teilnehmenden

  • ordnen Vorbehaltsaufgaben, Delegation und Durchführungsverantwortung rechtlich korrekt zu
  • leiten aus Ausbildungsstand und Situation ab, welche Aufgaben eigenverantwortlich übertragbar sind
  • gestalten Aufsicht abgestuft statt binär
  • dokumentieren Anleitung so, dass sie im Streitfall trägt

Inhalte: PflBG/PflAPrV im Überblick · Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG · Delegation, Übernahmeverschulden, Anordnungsverantwortung · Aufsichtspflicht in Abstufungen · Jugendarbeitsschutz und Arbeitszeit · freiheitsentziehende Maßnahmen mit Lernenden.

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Fallarbeit mit Rechtsprechungsbeispielen, Entscheidungsbaum-Übung, kollegiale Fallberatung.

Sie nehmen mit: Persönlicher Entscheidungsleitfaden „Was darf wer wann allein?" für den eigenen Bereich.

M02 Ausbildung planen statt verwalten Ausbildungsplan, Einsatzplanung und Lernortkooperation wirksam gestalten Basis Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Anleitungszeit entsteht nicht nebenbei — sie muss geplant, geschützt und belegt werden. In diesem Modul entwickeln Sie eine Einsatzplanung für Ihren Bereich, die dem Dienstplan standhält und an das anschließt, was in der Schule gelehrt wird.

Die Teilnehmenden

  • leiten aus dem Rahmenausbildungsplan konkrete Einsatzziele für ihren Bereich ab
  • planen die geschuldete Anleitungszeit so, dass sie im Dienstplan sichtbar und belegbar ist
  • entwickeln Praxisaufgaben, die an den Lernstand der Schule anschließen
  • gestalten die Zusammenarbeit mit der Pflegeschule verbindlich statt anlassbezogen

Inhalte: Rahmen- und einrichtungsbezogene Ausbildungspläne · 10 %-Anleitungszeit organisatorisch verankern · Einsatzziele und Praxisaufträge formulieren · Schnittstellen zur Praxisbegleitung · Übergaberituale zwischen den Lernorten.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Arbeit am eigenen Ausbildungsplan, Dienstplan-Simulation, Schnittstellenanalyse.

Sie nehmen mit: Bereichsbezogener Einsatzplan mit terminierten Anleitungsfenstern und drei ausformulierten Praxisaufträgen.

M03 Beurteilen, bewerten, dokumentieren Kompetenzorientierte Einschätzung mit rechtssicherer Grundlage Basis Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie schärfen den Blick für den Unterschied zwischen Beobachtung und Urteil und lernen, Einschätzungen so zu begründen, dass sie tragen — im Gespräch mit Auszubildenden ebenso wie im Konfliktfall.

Die Teilnehmenden

  • unterscheiden Beobachtung, Interpretation und Bewertung sauber voneinander
  • erkennen typische Beurteilungsfehler bei sich selbst und gegensteuern
  • übersetzen Kompetenzbeschreibungen in beobachtbare Indikatoren
  • formulieren Beurteilungen so, dass sie begründet, nachvollziehbar und anfechtungsfest sind

Inhalte: Kompetenzmodelle und -raster · Beurteilungsfehler (Halo, Milde/Strenge, Reihenfolge, Sympathie) · Kriterienbildung und Ankerbeispiele · Zwischen- und Abschlussgespräch · Dokumentationspflichten und Aufbewahrung · Umgang mit Widerspruch.

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Videofallanalyse, Beurteilungswerkstatt an anonymisierten Beispielen, Formulierungstraining.

Sie nehmen mit: Überarbeiteter Beurteilungsbogen mit Ankerbeispielen für den eigenen Einsatzbereich.

M04 Die praktische Prüfung begleiten Rolle, Aufgaben und Fallgestaltung als Fachprüfer:in Basis Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Prüfen ist etwas anderes als Anleiten. Sie üben Fallauswahl, Beobachtung und Notenfindung an simulierten Prüfungssequenzen und klären Ihre Rolle zwischen Begleitung und Bewertung.

Die Teilnehmenden

  • beschreiben Ablauf, Rechtsrahmen und Rollen der praktischen Prüfung nach PflAPrV
  • wählen und konstruieren Prüfungsfälle mit angemessener Komplexität
  • bewerten Prüfungsleistungen kriteriengeleitet und im Team konsensfähig
  • trennen die Anleitungs- von der Prüfungsbeziehung

Inhalte: Prüfungsaufbau und Prüfungsteile · Fallauswahl und Fallkonstruktion · Bewertungsraster und Notenfindung · Reflexionsgespräch als Prüfungsteil · Rollenkonflikt „ich habe sie ausgebildet" · Nichtbestehen und Wiederholung.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Simulierte Prüfungssequenz mit Bewertungsabgleich, Fallkonstruktionswerkstatt.

Sie nehmen mit: Zwei selbst konstruierte Prüfungsfälle inklusive Bewertungsraster.

M05 Rolle halten, Kraft behalten Anleiten unter Zeitdruck, Grenzen setzen, Nähe und Distanz gestalten Basis / Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 6 berufspäd.

Sie klären, was Ihre Rolle von Ihnen verlangt, wo sie überfordert und wie Sie Anleitung auch in dichten Schichten stattfinden lassen. Mit Raum für kollegialen Austausch und ein konkretes Anliegen, das Sie mitnehmen.

Die Teilnehmenden

  • analysieren die Rollenanforderungen und -konflikte ihrer Position
  • entwickeln Strategien, Anleitung auch unter Zeitdruck stattfinden zu lassen
  • gestalten Nähe und Distanz zu Auszubildenden bewusst
  • benennen ihre Bedarfe gegenüber Leitung und Team konkret und verhandelbar

Inhalte: Rollenanalyse und Erwartungsklärung · Spannungsfeld Versorgung vs. Ausbildung · Nähe/Distanz, Loyalitätskonflikte · Grenzen setzen gegenüber Team und Leitung · Ressourcen und Belastungssignale · Anliegen wirksam adressieren.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch

Methoden: Rollenlandkarte, kollegiale Beratung, Verhandlungstraining mit Leitungsrolle.

Sie nehmen mit: Persönliche Rollenlandkarte und ein vorbereitetes Anliegen für das nächste Gespräch mit der Leitung.

Linie B — Didaktik und Methodik

Das didaktische Handwerk: Anleitungssituationen planen, Denken sichtbar machen, Reflexion anleiten.

M06 Vom Lernziel zur Lernaufgabe Anleitungssituationen planen, durchführen, auswerten Basis Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie planen eine Anleitungssituation vom Lernziel bis zur Auswertung, erproben sie im geschützten Rahmen und nehmen ein einsatzfertiges Konzept mit — mit Methoden, die über „Vormachen und Nachmachen" hinausgehen.

Die Teilnehmenden

  • formulieren Lernziele kompetenzorientiert und überprüfbar
  • wählen Anleitungsmethoden passend zu Lernziel und Lernstand
  • planen eine vollständige Anleitungssituation von der Vorbereitung bis zur Auswertung
  • gestalten Auswertungsgespräche lernwirksam statt bewertend

Inhalte: Kompetenzorientierte Lernziele · Sechs-Stufen-Methode · Cognitive Apprenticeship (Modeling, Coaching, Scaffolding, Fading) · Lernaufgaben und Praxisaufträge · Auswertungsgespräch · Dokumentation der Anleitung.

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Planungswerkstatt, Micro-Teaching mit Peer-Feedback, Methodenmarkt.

Sie nehmen mit: Vollständig ausgearbeitete Anleitungssituation für den eigenen Bereich, im Kurs erprobt.

M07 Die Fünf-Minuten-Anleitung Mikroanleitung im Schichtalltag Basis Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 8 berufspäd.

Anleitung braucht nicht immer einen freigestellten Vormittag. Sie lernen Kurzformate kennen, die zwischen Visite und Übergabe funktionieren, und trainieren sie unter realistischen Bedingungen.

Die Teilnehmenden

  • erkennen Lerngelegenheiten im laufenden Betrieb und nutzen sie gezielt
  • setzen Kurzformate ein, die in unter zehn Minuten wirksam sind
  • geben im Handlungsfluss präzises Feedback, ohne den Ablauf zu stören
  • qualifizieren das Team für alltagsintegrierte Lernbegleitung

Inhalte: One-Minute-Preceptor und SNAPPS · Lernanlässe in Übergabe, Visite, Dokumentation · Priming und Debriefing in Kurzform · Feedback im Handlungsfluss · Lernen am Modell bewusst inszenieren · Teamqualifizierung.

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Schichtsimulation mit Störgeräusch, Kurzsequenz-Training, Videobeispiele.

Sie nehmen mit: Sammlung von zehn erprobten Mikroformaten für den eigenen Schichtalltag.

M08 Denken sichtbar machen Clinical Reasoning anleiten Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie lernen, das eigene klinische Denken hörbar zu machen und das der Auszubildenden gezielt herauszufordern — mit Methoden, die aus stillen Handgriffen begründete Entscheidungen machen.

Die Teilnehmenden

  • erklären Modelle klinischen Urteilens und ihren Nutzen für die Anleitung
  • machen eigene Entscheidungsprozesse für Lernende explizit
  • setzen Methoden ein, die das Denken von Auszubildenden hörbar machen
  • diagnostizieren Denkfehler und arbeiten gezielt daran

Inhalte: Modelle des Clinical Reasoning · Novizen-Experten-Unterschiede · Think-Aloud und lautes Modellieren · Fallvignetten und What-if-Variationen · Concept Mapping · typische Denkfehler und Bias.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Think-Aloud-Tandems, Fallvignettenarbeit, Concept-Mapping am eigenen Fall.

Sie nehmen mit: Drei Fallvignetten mit Leitfragen, einsetzbar im eigenen Bereich.

M09 Reflexion anleiten Von der Nacherzählung zur Erkenntnis Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie erweitern Ihr Fragenrepertoire und lernen Reflexionsformate kennen, die über die Nacherzählung hinausführen — mündlich, schriftlich und im kollegialen Kreis.

Die Teilnehmenden

  • unterscheiden Reflexionsmodelle und wählen situationsangemessen aus
  • moderieren Reflexionsgespräche strukturiert und ergebnisoffen
  • setzen schriftliche Reflexionsformate lernwirksam ein
  • etablieren kollegiale Beratung im PA-Kreis

Inhalte: Reflexionszyklus nach Gibbs · Kernreflexion nach Korthagen · Lerntagebuch und E-Portfolio · Fragetechniken für Reflexionsgespräche · kollegiale Beratung · Umgang mit emotional belastenden Erfahrungen.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Reflexionsgespräche im Fishbowl, Schreibwerkstatt, kollegiale Beratung live.

Sie nehmen mit: Reflexionsleitfaden mit Fragenrepertoire und ein erprobtes Format für den eigenen Bereich.

M10 Simulation im Praxisfeld Szenarien gestalten, Debriefing führen Vertiefung / Innovation Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie entwickeln ein Simulationsszenario, das mit Bordmitteln auf Ihrer Station funktioniert, und trainieren das Debriefing — den Teil, in dem das Lernen tatsächlich stattfindet.

Die Teilnehmenden

  • konzipieren Szenarien mit klarem Lernziel und angemessener Komplexität
  • führen In-situ-Simulationen mit vertretbarem Aufwand durch
  • moderieren Debriefings nach einem strukturierten Modell
  • schaffen und sichern psychologische Sicherheit

Inhalte: Szenariendesign und Briefing · Rollen und Ausstattung mit Bordmitteln · In-situ-Simulation auf Station · Debriefing-Modelle (PEARLS, Advocacy-Inquiry) · psychologische Sicherheit · typische Debriefing-Fallen.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Szenarienentwicklung, Simulation mit Rollentausch, Debriefing-Training mit Beobachtungsbogen.

Sie nehmen mit: Ein einsatzfertiges Szenario inklusive Briefing und Debriefing-Leitfaden.

Linie C — Beziehung, Vielfalt, Kommunikation

Die Beziehungsebene: Gespräche führen, Vielfalt gestalten, Abbrüche verhindern, mit Fehlern umgehen.

M11 Schwierige Gespräche führen Kritik, Leistungseinbrüche, Abbruchgefährdung Basis / Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie trainieren die Gespräche, die man gern verschiebt: Kritik, Leistungseinbruch, drohender Abbruch. Mit eigenen Fällen, echtem Feedback und einem Leitfaden, den Sie in der nächsten Woche einsetzen können.

Die Teilnehmenden

  • bereiten kritische Gespräche strukturiert vor und führen sie zielorientiert
  • benennen Leistungs- und Verhaltensprobleme klar, ohne die Beziehung zu beschädigen
  • treffen überprüfbare Vereinbarungen und verfolgen sie nach
  • erkennen Abbruchsignale früh und reagieren angemessen

Inhalte: Gesprächsvorbereitung und Settinggestaltung · beschreibendes Feedback · Umgang mit Abwehr, Tränen, Gegenangriff · Zielvereinbarungen und Eskalationsstufen · Abbruchsignale · Grenzen der eigenen Zuständigkeit und Übergabe an Beratungsstellen.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Gesprächstraining mit Fallgeber:innen, Video- oder Beobachtungsfeedback, Eskalationslandkarte.

Sie nehmen mit: Vorbereiteter Gesprächsleitfaden für einen realen eigenen Fall.

M12 Sprachsensibel anleiten Internationale Pflegefachpersonen und Auszubildende begleiten Basis / Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 6 berufspäd.

Sie schauen auf Ihre eigene Anleitungssprache und lernen Techniken, mit denen fachlich kompetente Kolleg:innen aus dem Ausland schneller ankommen — inklusive eines Onboarding-Sets für Ihren Bereich.

Die Teilnehmenden

  • unterscheiden Sprach-, Fach- und Systemprobleme in der Begleitung
  • setzen sprachsensible Techniken in Anleitung und Feedback ein
  • machen implizites Handlungswissen und Hausregeln explizit
  • gestalten die Begleitung in der Anpassungsqualifizierung strukturiert

Inhalte: Fach- und Alltagssprache, Register · sprachsensible Anleitungstechniken · Fachwortarbeit am Arbeitsplatz · implizite Normen sichtbar machen · Anpassungsqualifizierung und Kenntnisprüfung · Missverständnisse und Gesichtswahrung.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch

Methoden: Sprachsensible Fallarbeit, Perspektivwechsel-Übungen, Analyse eigener Anleitungssprache.

Sie nehmen mit: Bereichsbezogenes Onboarding-Set mit Fachwortliste und expliziten Hausregeln.

M13 Vielfalt in der Anleitung Diversitäts- und diskriminierungssensibel begleiten Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie reflektieren, wie eigene Zuschreibungen in Beurteilungen einfließen, und trainieren, im Moment zu reagieren, wenn Auszubildende diskriminiert werden — mit einem Repertoire, das über gute Absichten hinausgeht.

Die Teilnehmenden

  • reflektieren eigene Zuschreibungen und deren Wirkung auf Beurteilung und Zuteilung
  • gestalten Lernbegleitung, die unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt
  • reagieren handlungssicher auf diskriminierendes Verhalten im Feld
  • unterstützen betroffene Auszubildende, ohne sie zu exponieren

Inhalte: Heterogenität als didaktische Aufgabe · Zuschreibungen und ihre Folgen für Beurteilung · Umgang mit Diskriminierung durch Patient:innen und Team · Intervenieren in der Situation · Nachsorge und Ansprechstrukturen · rechtlicher Rahmen (AGG).

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Fallbasierte Selbstreflexion, Interventionstraining, Analyse von Beurteilungsdaten auf Muster.

Sie nehmen mit: Persönliches Interventionsrepertoire und ein Vorschlag für die Ansprechstruktur im Haus.

M14 Bleiben statt abbrechen Motivation, Bindung und Abbruchprävention Basis / Vertiefung Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 8 berufspäd.

Statt über die Generation Z zu klagen, schauen Sie auf die Faktoren, die tatsächlich über Bleiben und Gehen entscheiden — und entwickeln daraus einen konkreten Plan für die ersten vier Wochen im Einsatz.

Die Teilnehmenden

  • ordnen verbreitete Generationenzuschreibungen kritisch ein
  • benennen die tatsächlichen Abbruchursachen und ihre Stellschrauben in der Praxis
  • gestalten Zugehörigkeit und Wirksamkeitserleben systematisch
  • erkennen Warnsignale und handeln früh statt spät

Inhalte: Befundlage zu Ausbildungsabbrüchen · Motivationstheorien (Selbstbestimmung, Erwartung × Wert) · Onboarding und Ankommen · Zugehörigkeit im Team herstellen · Frühwarnsignale und Gesprächsanlässe · Bindung nach dem Examen.

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Analyse eigener Abbruchfälle, Journey-Mapping des ersten Einsatzes, Maßnahmenpriorisierung.

Sie nehmen mit: Maßnahmenplan „Erste vier Wochen" für den eigenen Bereich.

M15 Aus Fehlern lernen lassen Fehlerkultur, Sicherheitsdenken und Second Victim Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 6 berufspäd.

Wie Sie auf den ersten Fehler einer Auszubildenden reagieren, prägt deren gesamte Haltung zur Sicherheitskultur. Sie trainieren dieses Gespräch und lernen, Beinahe-Ereignisse als Lernanlass zu nutzen.

Die Teilnehmenden

  • erklären Grundbegriffe der Patientensicherheit und ordnen Fehlerarten ein
  • begleiten Auszubildende nach einem Fehler so, dass Lernen möglich bleibt
  • nutzen CIRS-Fälle und Beinahe-Ereignisse als Anleitungsanlass
  • erkennen Second-Victim-Reaktionen und wissen um Unterstützungswege

Inhalte: Fehlerarten und Systemperspektive · Just Culture · das Gespräch nach dem Fehler · CIRS als Lernquelle · Second Victim: Reaktionen und Unterstützung · Speak-up trainieren.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch

Methoden: Fallarbeit mit realen CIRS-Meldungen, Gesprächssimulation, Speak-up-Training.

Sie nehmen mit: Leitfaden „Das Gespräch nach dem Fehler" und zwei aufbereitete CIRS-Lernfälle.

Linie D — Innovation und Zukunft

Zukunftsthemen mit Werkstattcharakter — Sie entwickeln im Kurs ein eigenes Produkt.

M16 Future Skills in der Pflege Vom Schlagwort zum Anleitungsauftrag Innovation Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Zukunftskompetenzen werden viel beschworen und selten angeleitet. Sie prüfen die gängigen Modelle auf ihre Tragfähigkeit und übersetzen drei davon in Praxisaufträge, die auf Ihrer Station tatsächlich funktionieren.

Die Teilnehmenden

  • ordnen gängige Future-Skills-Modelle ein und prüfen ihre Tragfähigkeit für die Pflege
  • identifizieren die Kompetenzen, die im eigenen Bereich absehbar an Bedeutung gewinnen
  • übersetzen jeweils eine solche Kompetenz in eine anleitbare Praxissituation
  • machen Kompetenzzuwachs in diesen Bereichen beobachtbar und rückmeldbar

Inhalte: Kompetenzmodelle im Überblick (4K, OECD-Rahmen, Future-Skills-Modelle im Gesundheitswesen) · Selbstorganisation und Ambiguitätstoleranz · Data Literacy und AI Literacy in der Pflege · kritisches Denken und Urteilsbildung · Kooperation über Berufsgruppengrenzen · Kritik am Konzept: Was verdeckt die Zukunftsrhetorik?

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Kompetenz-Screening des eigenen Bereichs, Übersetzungswerkstatt, Zukunftsszenarien mit Rückwärtsplanung.

Sie nehmen mit: Drei Praxisaufträge, die je eine Future Skill in einer konkreten Anleitungssituation adressieren, inklusive Beobachtungskriterien.

M17 Evidence-based Nursing für Praxisanleiter:innen „Warum machen wir das so?" als Anleitungsmethode Innovation Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 6 berufspäd.

Sie lernen, aus einer Alltagsfrage eine beantwortbare Frage zu machen, in zwanzig Minuten belastbare Quellen zu finden und daraus einen kurzen Beitrag für Ihr Team zu bauen — und machen die Frage „Warum eigentlich?" zum Anleitungsinstrument.

Die Teilnehmenden

  • formulieren klinische Fragen aus dem Anleitungsalltag in beantwortbarer Form (PICO)
  • recherchieren in vertretbarer Zeit in geeigneten Quellen
  • schätzen Evidenzqualität grob, aber tragfähig ein
  • nutzen die Evidenzfrage als didaktisches Instrument in der Anleitung
  • gehen souverän mit dem Konflikt zwischen Evidenz und Hausstandard um

Inhalte: EBN-Schritte im Überblick · PICO-Fragen aus echten Anleitungssituationen · Leitlinien, Expertenstandards, Reviews: was wofür taugt · 20-Minuten-Recherche mit frei zugänglichen Quellen · Evidenzhierarchien und ihre Grenzen · „Evidenz-Snack" und Mini-Journal-Club auf Station · Umgang mit „Das haben wir immer so gemacht".

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch

Methoden: Rechercheübung an eigenen Fragen, kritische Lektüre eines Kurztextes, Gestaltung eines Evidenz-Snacks, Rollenspiel zum Standardkonflikt.

Sie nehmen mit: Ein fertig ausgearbeiteter Evidenz-Snack (15 Minuten) zu einer eigenen Praxisfrage, einsetzbar in der nächsten Teambesprechung.

M18 Lehrexperimente in der Praxis Didaktische Ideen erproben und ihre Wirkung prüfen Innovation Werkstatt mit Transferphase 12 UE · davon 12 berufspäd.

Sie formulieren eine Vermutung über Ihre eigene Anleitungspraxis, erproben eine Veränderung im Einsatz und prüfen, ob sie tatsächlich wirkt. Am Ende steht ein ausgewertetes Lehrexperiment — und ein Vorgehen, das Sie beliebig wiederholen können.

Die Teilnehmenden

  • formulieren eine didaktische Hypothese über ihre eigene Anleitungspraxis
  • planen eine überschaubare Intervention mit klarem Vergleichsmaßstab
  • wählen einfache, alltagstaugliche Wirkungsindikatoren aus
  • werten ihr Experiment aus und leiten begründete Konsequenzen ab
  • stellen Vorgehen und Ergebnis für Kolleg:innen nachvollziehbar dar

Inhalte: Design-based Research in Kurzform · von der Unzufriedenheit zur Hypothese · Interventionsplanung: klein, klar, machbar · Wirkungsindikatoren (Beobachtung, Kurzbefragung, Artefakte, Zeitmessung) · ethische und datenschutzrechtliche Grenzen · Auswertung und Interpretation · Ergebnisse teilen.

Umfang und Format: Werkstatt: 8 UE + Transferphase (6 Wochen) + 4 UE Auswertung · 12 UE synchron, davon 12 berufspädagogisch

Methoden: Hypothesenwerkstatt, Peer-Review der Designs, begleitete Transferphase, Ergebniskolloquium.

Hinweis zur Anrechnung: Anrechenbar sind ausschließlich die 12 synchronen Unterrichtsstunden. Die Transferphase wird als zusätzliche, nicht anrechenbare Eigenarbeit ausgewiesen.

Sie nehmen mit: Ein durchgeführtes und ausgewertetes Lehrexperiment mit einseitigem Ergebnisposter.

M19 Ein Planspiel entwickeln Von der Szenarioidee zum spielfertigen Prototyp Innovation Werkstatt · 2 Tage 16 UE · davon 16 berufspäd.

In zwei Tagen bauen Sie ein eigenes Planspiel für Ihren Bereich: Szenario, Rollen, Regeln, Debriefing. Sie testen es im Kurs an echten Mitspielenden und nehmen einen überarbeiteten, einsatzfertigen Prototyp mit nach Hause.

Die Teilnehmenden

  • unterscheiden Planspiel, Rollenspiel, Fallarbeit und Simulation nach Wirkungslogik
  • entwickeln ein Szenario mit tragfähigem Konflikt und offenem Ausgang
  • konstruieren Rollen, Regeln, Ressourcen und Entscheidungspunkte
  • planen Spielleitung und Debriefing
  • testen ihren Prototyp und überarbeiten ihn auf Basis der Testerfahrung

Inhalte: Wirkprinzipien von Planspielen · Szenariokern: Zielkonflikt, Knappheit, Zeitdruck · Rollenkarten und Informationsasymmetrie · Regelwerk, Ereigniskarten, Entscheidungspunkte · Spielleitung und Eingriffstiefe · Debriefing als eigentlicher Lernort · Material mit Bordmitteln · Beispielszenarien: Frühdienst bei Personalausfall, Entlassungsmanagement mit Angehörigenkonflikt, Einführung einer neuen Dokumentation.

Umfang und Format: Werkstatt: 2 Tage (16 UE), davon 16 berufspädagogisch

Methoden: Design-Sprint im Team, Prototyping, gegenseitiges Testspielen, Überarbeitungsschleife.

Sie nehmen mit: Ein spielfertiger Planspiel-Prototyp mit Rollenkarten, Regelwerk und Debriefing-Leitfaden — im Kurs mindestens einmal getestet.

M20 KI in der Praxisanleitung Werkzeug, Lerngegenstand und Problemfall Innovation Präsenz oder 2 × 4 UE online 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie arbeiten praktisch mit generativer KI: erzeugen Anleitungsmaterial, prüfen es kritisch und bauen Praxisaufträge so um, dass sie weiterhin Kompetenz nachweisen — statt Prompts.

Die Teilnehmenden

  • beschreiben Funktionsweise und Grenzen generativer KI in Grundzügen
  • setzen KI zur Vorbereitung von Anleitungsmaterial gezielt ein
  • bewerten KI-gestützte Arbeitsergebnisse von Auszubildenden fair und nachvollziehbar
  • gestalten Aufgaben, bei denen der Kompetenznachweis KI-robust bleibt
  • ordnen Datenschutz- und Sorgfaltsfragen im Umgang mit Patientendaten ein

Inhalte: Funktionsweise, Halluzinationen, Bias · Prompting für Anleitungszwecke · Fallvignetten, Quizfragen, Feedbackentwürfe generieren · KI-robuste Aufgabenstellungen · Umgang mit KI-generierten Ausarbeitungen · Datenschutz und Schweigepflicht · KI-Kompetenz als Ausbildungsinhalt.

Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Praktische Arbeit an eigenen Geräten, Fehlersuche in KI-Ausgaben, Aufgabenumbau-Werkstatt.

Sie nehmen mit: Eine Prompt-Sammlung für wiederkehrende Anleitungsaufgaben und zwei KI-robust umgebaute Praxisaufträge.

M21 Lernnuggets und Gamification Kurzformate, die im Team ankommen Innovation Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie produzieren im Kurs drei einsatzfertige Kurzformate für Ihr Team und planen, wie diese in bestehende Routinen kommen — mit Gamification, wo sie trägt, und ohne, wo sie stört.

Die Teilnehmenden

  • konzipieren Lernnuggets mit einem klaren Lernziel und passendem Umfang
  • setzen Elemente spielerischen Lernens gezielt und ohne Anbiederung ein
  • verankern Kurzformate in bestehenden Teamroutinen
  • prüfen die Wirkung ihrer Formate mit einfachen Mitteln

Inhalte: Microlearning: Wirkprinzipien und Grenzen · Nugget-Formate (Karten, Kurzvideo, Aushang, Quiz) · Spaced Repetition im Schichtbetrieb · Gamification-Elemente und ihre Nebenwirkungen · Einbettung in Übergabe und Teamsitzung · Wirkungsprüfung.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Produktionswerkstatt, Peer-Test, Einbettungsplanung.

Sie nehmen mit: Drei produzierte Lernnuggets und ein Verankerungsplan für die kommenden zwölf Wochen.

M22 Planetary Health als Ausbildungsinhalt Nachhaltigkeit in der Pflegepraxis anleiten Innovation Präsenz 8 UE · davon 6 berufspäd.

Sie schauen mit Ihren Auszubildenden auf Material, Energie und Ressourcen im Stationsalltag — fachlich fundiert, ohne Hygienestandards zu unterlaufen und ohne moralischen Zeigefinger.

Die Teilnehmenden

  • erklären den Zusammenhang von Klima, Umwelt und Gesundheit in Grundzügen
  • identifizieren Nachhaltigkeitsentscheidungen im pflegerischen Alltag
  • leiten ressourcenbewusstes Handeln an, ohne Hygiene- und Sicherheitsstandards zu unterlaufen
  • gehen mit den Zielkonflikten des Themas offen und fachlich um

Inhalte: Planetary Health: Grundlagen · Ressourcenverbrauch in der Pflege · Einweg vs. Mehrweg, Materialentscheidungen, Arzneimittelentsorgung · Hitzeschutz für vulnerable Gruppen · Zielkonflikte Hygiene, Sicherheit, Ökonomie · Nachhaltigkeit als Praxisauftrag.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch

Methoden: Materialaudit im eigenen Bereich, Zielkonfliktdiskussion, Praxisauftragsentwicklung.

Sie nehmen mit: Ein Praxisauftrag „Ressourcen im Blick" und eine Kurzanalyse des eigenen Bereichs.

Linie E — System, Qualität, Weiterentwicklung

Praxisanleitung als System denken: Konzepte, Settings, neue Ausbildungsformen, Netzwerkarbeit.

M23 Das Praxisanleitungskonzept Schreiben, umsetzen, evaluieren Vertiefung / Innovation Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie bringen Ihr bestehendes Konzept mit und gehen mit einem überarbeiteten Baustein plus drei überprüfbaren Kennzahlen wieder heraus — damit aus dem Ordnerdokument ein Steuerungsinstrument wird.

Die Teilnehmenden

  • beurteilen bestehende Konzepte anhand fachlicher und rechtlicher Kriterien
  • formulieren Konzeptbausteine mit klaren Zuständigkeiten und Ressourcenzusagen
  • definieren überprüfbare Qualitätskriterien für die Praxisanleitung
  • planen Einführung und regelmäßige Überarbeitung

Inhalte: Pflichtbestandteile und Prüferwartungen · Aufbau und typische Leerstellen · Zuständigkeiten und Ressourcen verbindlich regeln · Qualitätskriterien und Kennzahlen (Anleitungsquote, Abbruchquote, Beurteilungsverteilung, Rückmeldungen) · Einführungsstrategie · Evaluationszyklus.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Konzeptreview im Tandem, Schreibwerkstatt, Kennzahlenauswahl.

Sie nehmen mit: Überarbeiteter Konzeptbaustein und ein Set von drei Kennzahlen mit Erhebungsweg.

M24 Anleiten in der hochschulischen Pflegeausbildung Praxisbegleitung auf akademischem Niveau Vertiefung / Innovation Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie klären, was Studierende in der Praxis brauchen und was sie mitbringen — und entwickeln einen Betreuungsleitfaden für wissenschaftsbezogene Praxisaufgaben, der auch im Team vermittelbar ist.

Die Teilnehmenden

  • beschreiben Struktur, Kompetenzprofil und Vorbehaltsaufgaben der hochschulischen Ausbildung
  • unterscheiden ihre Anleitungsaufgaben gegenüber der beruflichen Ausbildung
  • begleiten wissenschaftsbezogene Praxisaufgaben fachlich sicher
  • gestalten das Verhältnis zu erfahrenen Praktiker:innen im Team konstruktiv

Inhalte: Hochschulische Pflegeausbildung im Überblick · erweiterte Kompetenzen und Vorbehaltsaufgaben · Praxisaufgaben mit Wissenschaftsbezug begleiten · Rollenverhältnis Studierende / Team · Zusammenarbeit mit der Hochschule · Perspektiven nach dem Abschluss.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Fallarbeit an Studienaufgaben, Erwartungsklärung im Rollenspiel, Aufgabenanalyse.

Sie nehmen mit: Zwei begleitete Praxisaufgaben mit Betreuungsleitfaden.

M25 Anleiten in der Pflegefachassistenz Kurze Ausbildung, klarer Auftrag Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Kürzere Ausbildung, anderer Auftrag: Sie passen Ihre Anleitungsplanung an die Assistenzausbildung an und klären, wie beide Lernendengruppen im selben Team gut nebeneinander lernen.

Die Teilnehmenden

  • ordnen Struktur und Kompetenzprofil der Assistenzausbildung ein
  • passen Anleitungsplanung an die kürzere Ausbildungszeit an
  • gestalten die Zusammenarbeit von Assistenz- und Fachkraftauszubildenden im Team
  • begleiten Durchlässigkeit und Anschlussqualifizierung

Inhalte: Rechtlicher Stand und Übergangsregelungen · Kompetenzprofil und Aufgabenzuschnitt · Verdichtete Anleitungsplanung · Abgrenzung und Zusammenwirken der Lernendengruppen · Delegation an Assistenzkräfte · Durchlässigkeit und Anrechnung.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Vergleichende Planungsarbeit, Fallarbeit zu Aufgabenzuschnitt, Teamkonstellations-Analyse.

Sie nehmen mit: Angepasster Einsatzplan für Assistenzauszubildende im eigenen Bereich.

M26 Setting-Spezial: Langzeitpflege und ambulante Pflege Anleiten ohne Skills Lab und ohne Kolleg:in nebenan Vertiefung Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Ein Modul für alle, die außerhalb der Klinik anleiten: Sie übertragen Methoden auf Ihr Setting, klären die rechtlichen Besonderheiten im Wohnraum und planen Anleitung so, dass sie neben der Tour überhaupt stattfinden kann.

Die Teilnehmenden

  • übertragen Anleitungsmethoden auf ihre jeweilige Versorgungsform
  • gestalten Anleitung in der Tour und im Wohnumfeld methodisch und rechtlich sicher
  • nutzen die spezifischen Lernpotenziale ihres Settings (Beziehungskontinuität, Biografie, Selbstständigkeit)
  • organisieren Anleitungszeit unter Tourenplan- und Personalbedingungen

Inhalte: Lernpotenziale der Langzeit- und ambulanten Pflege · Anleiten im Wohnraum: Hausrecht, Privatsphäre, Einwilligung · Anleitung in der Tour planen · Alleinarbeit und Aufsicht · Biografiearbeit und Beziehungskontinuität als Lerngegenstand · Kooperation mit der Schule bei geringer Kohortengröße.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Settingbezogene Fallarbeit, Tourenplan-Simulation, Methodentransfer-Werkstatt.

Sie nehmen mit: Settingangepasster Anleitungsplan mit drei erprobbaren Anleitungssituationen.

M27 Multiplikator:in werden Das PA-Netzwerk moderieren und weiterentwickeln Innovation Präsenz 8 UE · davon 8 berufspäd.

Sie qualifizieren sich für die Moderation eines Praxisanleitungs-Netzwerks: Formate, Moderation, Weitergabe von Inhalten und die Vertretung Ihrer Anliegen nach oben — mit einem fertigen Jahresplan.

Die Teilnehmenden

  • konzipieren Formate für den kollegialen Austausch mit klarem Nutzen
  • moderieren Gruppen ergebnisorientiert, auch bei Widerstand
  • geben eigene Fortbildungsinhalte an Kolleg:innen weiter
  • vertreten Anliegen der Praxisanleitung gegenüber Leitungsebenen

Inhalte: Netzwerkformate: PA-Zirkel, kollegiale Beratung, Fallkonferenz · Moderationstechniken · Weitergabe von Inhalten (Train-the-Trainer-Grundlagen) · Umgang mit Widerstand und Beteiligungsmüdigkeit · Interessenvertretung gegenüber Leitung · Jahresplanung für das Netzwerk.

Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch

Methoden: Moderationstraining mit Videofeedback, Lehrsequenz im Micro-Teaching, Jahresplanung.

Sie nehmen mit: Konzept und Jahresplan für einen PA-Zirkel im eigenen Haus, plus eine erprobte Weitergabesequenz.

Empfohlene Jahrespakete

Drei Module ergeben die geforderten 24 Stunden. Diese Kombinationen haben sich bewährt:

PaketModuleFür wen
Pflicht kompaktM01 + M03 + M06Neue Praxisanleitende, Nachweis sicher abdecken
Praxis vertiefenM08 + M11 + M09Praxisanleitende mit mehr als drei Jahren Erfahrung
Zukunft gestaltenM16 + M17 + M20Praxisanleitende mit Entwicklungsauftrag
WerkstattjahrM19 (16 UE) + M18 (12 UE)Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
LeitungsnahM23 + M27 + M05PA-Koordination und Ausbildungsleitung

Interesse an einem Modul oder einem Jahresprogramm?
Alle Module sind auch als Inhouse-Veranstaltung buchbar und werden dabei mit Fallmaterial aus Ihrer Einrichtung gearbeitet. Terminanfragen und Konditionen gern direkt per Nachricht.

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