Berufspädagogische Fortbildungen für Praxisanleiter:innen — 48 Module in fünf Themenlinien und 22 Methodensplitter à 4 UE, buchbar als Einzeltag, als Online-Format oder als Inhouse-Veranstaltung für Ihre Einrichtung. Jedes Modul endet mit einem Arbeitsergebnis, das Sie am nächsten Tag einsetzen können.
Zur Fortbildungspflicht: Nach § 4 Abs. 3 PflAPrV ist die Befähigung zur Praxisanleitung durch berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich nachzuweisen. Analoges gilt für Praxisanleiter:innen in der ATA-/OTA-Ausbildung (§ 9 Abs. 2 S. 3 ATA-OTA-APrV). Drei Module à 8 UE decken die Jahrespflicht ab; ebenso zwei Module und zwei Methodensplitter.
Bei jedem Modul ist der berufspädagogische Stundenanteil ausgewiesen. Die Anerkennung richtet sich nach den Vorgaben der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes.
- Linie A — Recht, Rahmen, Rolle
- Linie B — Didaktik und Methodik
- Linie C — Beziehung, Vielfalt, Kommunikation
- Linie D — Innovation und Zukunft
- Linie E — System, Qualität, Weiterentwicklung
- Jahrespakete
- Methodensplitter (4 UE)
Linie A — Recht, Rahmen, Rolle
Der rechtliche und organisatorische Rahmen der Praxisanleitung — Grundlage für alle weiteren Module.
M01
Rechtssicher anleiten
Delegation, Haftung und Aufsichtspflicht im Ausbildungsalltag
Basis
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie klären die Rechtsfragen, die im Anleitungsalltag wirklich vorkommen — von der Delegation über die Aufsichtspflicht bis zur belastbaren Dokumentation. Am Ende des Tages haben Sie einen eigenen Entscheidungsleitfaden für Ihren Bereich in der Hand.
Die Teilnehmenden
- ordnen Vorbehaltsaufgaben, Delegation und Durchführungsverantwortung rechtlich korrekt zu
- leiten aus Ausbildungsstand und Situation ab, welche Aufgaben eigenverantwortlich übertragbar sind
- gestalten Aufsicht abgestuft statt binär
- dokumentieren Anleitung so, dass sie im Streitfall trägt
Inhalte: PflBG/PflAPrV im Überblick · Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG · Delegation, Übernahmeverschulden, Anordnungsverantwortung · Aufsichtspflicht in Abstufungen · Jugendarbeitsschutz und Arbeitszeit · freiheitsentziehende Maßnahmen mit Lernenden.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fallarbeit mit Rechtsprechungsbeispielen, Entscheidungsbaum-Übung, kollegiale Fallberatung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 3 und PA M II ME 2 (gesetzliche Rahmenbedingungen, Aufgaben und Pflichten).
Sie nehmen mit: Persönlicher Entscheidungsleitfaden „Was darf wer wann allein?" für den eigenen Bereich.
M02
Ausbildung planen statt verwalten
Ausbildungsplan, Einsatzplanung und Lernortkooperation wirksam gestalten
Basis
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Anleitungszeit entsteht nicht nebenbei — sie muss geplant, geschützt und belegt werden. In diesem Modul entwickeln Sie eine Einsatzplanung für Ihren Bereich, die dem Dienstplan standhält und an das anschließt, was in der Schule gelehrt wird.
Die Teilnehmenden
- leiten aus dem Rahmenausbildungsplan konkrete Einsatzziele für ihren Bereich ab
- planen die geschuldete Anleitungszeit so, dass sie im Dienstplan sichtbar und belegbar ist
- entwickeln Praxisaufgaben, die an den Lernstand der Schule anschließen
- gestalten die Zusammenarbeit mit der Pflegeschule verbindlich statt anlassbezogen
Inhalte: Rahmen- und einrichtungsbezogene Ausbildungspläne · 10 %-Anleitungszeit organisatorisch verankern · Einsatzziele und Praxisaufträge formulieren · Schnittstellen zur Praxisbegleitung · Übergaberituale zwischen den Lernorten.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Arbeit am eigenen Ausbildungsplan, Dienstplan-Simulation, Schnittstellenanalyse.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 3 (Lernortkooperation, Identifikation und Transformation von Lernangeboten).
Sie nehmen mit: Bereichsbezogener Einsatzplan mit terminierten Anleitungsfenstern und drei ausformulierten Praxisaufträgen.
M03
Die fünf Kompetenzbereiche
Die Anlagen der PflAPrV als Arbeitsinstrument statt als Textwüste
Basis
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie machen aus dem Anlagentext ein Arbeitsinstrument: Sie prüfen, welche Kompetenzbereiche Ihr Einsatzbereich tatsächlich bedient, wo Lücken bleiben, und entwickeln passende Praxisaufgaben. Am Ende steht eine Landkarte, mit der Sie Einsätze planen und begründen können.
Die Teilnehmenden
- benennen die fünf Kompetenzbereiche und unterscheiden sie inhaltlich voneinander
- ordnen typische Anleitungssituationen ihres Bereichs den Kompetenzbereichen zu
- erkennen, welche Bereiche in ihrem Einsatzfeld systematisch unterbelichtet bleiben
- entwickeln Praxisaufgaben gezielt für die schwach abgedeckten Bereiche
- verknüpfen die Kompetenzbereiche mit ihren Beurteilungsinstrumenten
Inhalte: Die Bereiche I bis V im Überblick — Pflegeprozess und Pflegediagnostik, Kommunikation und Beratung, intra- und interprofessionelles Handeln, rechtliche und institutionelle Grundlagen, wissenschaftliche Erkenntnisse und berufsethische Haltungen · Bezug zu Rahmenlehrplan und Prüfung · Zuordnungsübung am eigenen Bereich · typische Leerstellen, besonders bei Reflexions- und Beratungskompetenzen · Umgang mit Bereichen, die sich im eigenen Setting kaum abbilden lassen.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Kompetenzbereichs-Audit des eigenen Einsatzbereichs, Zuordnungsübung mit realen Anleitungssituationen, Aufgabenwerkstatt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 3 (curriculare Konzepte, Kompetenzbereiche).
Sie nehmen mit: Eine Kompetenz-Landkarte des eigenen Einsatzbereichs — welcher Bereich wo gelernt werden kann — plus fünf zugeordnete Praxisaufgaben.
M04
Beurteilen, bewerten, dokumentieren
Kompetenzorientierte Einschätzung mit rechtssicherer Grundlage
Basis
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie schärfen den Blick für den Unterschied zwischen Beobachtung und Urteil und lernen, Einschätzungen so zu begründen, dass sie tragen — im Gespräch mit Auszubildenden ebenso wie im Konfliktfall.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Beobachtung, Interpretation und Bewertung sauber voneinander
- erkennen typische Beurteilungsfehler bei sich selbst und gegensteuern
- übersetzen Kompetenzbeschreibungen in beobachtbare Indikatoren
- formulieren Beurteilungen so, dass sie begründet, nachvollziehbar und anfechtungsfest sind
Inhalte: Kompetenzmodelle und -raster · Beurteilungsfehler (Halo, Milde/Strenge, Reihenfolge, Sympathie) · Kriterienbildung und Ankerbeispiele · Zwischen- und Abschlussgespräch · Dokumentationspflichten und Aufbewahrung · Umgang mit Widerspruch.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Videofallanalyse, Beurteilungswerkstatt an anonymisierten Beispielen, Formulierungstraining.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 3 (Grundlagen der Beurteilung, Bewertungskriterien, Beobachtungsfehler).
Sie nehmen mit: Überarbeiteter Beurteilungsbogen mit Ankerbeispielen für den eigenen Einsatzbereich.
M05
Die praktische Prüfung begleiten
Rolle, Aufgaben und Fallgestaltung als Fachprüfer:in
Basis
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Prüfen ist etwas anderes als Anleiten. Sie üben Fallauswahl, Beobachtung und Notenfindung an simulierten Prüfungssequenzen und klären Ihre Rolle zwischen Begleitung und Bewertung.
Die Teilnehmenden
- beschreiben Ablauf, Rechtsrahmen und Rollen der praktischen Prüfung nach PflAPrV
- wählen und konstruieren Prüfungsfälle mit angemessener Komplexität
- bewerten Prüfungsleistungen kriteriengeleitet und im Team konsensfähig
- trennen die Anleitungs- von der Prüfungsbeziehung
Inhalte: Prüfungsaufbau und Prüfungsteile · Fallauswahl und Fallkonstruktion · Bewertungsraster und Notenfindung · Reflexionsgespräch als Prüfungsteil · Rollenkonflikt „ich habe sie ausgebildet" · Nichtbestehen und Wiederholung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Simulierte Prüfungssequenz mit Bewertungsabgleich, Fallkonstruktionswerkstatt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 3 (Organisation und Durchführung praktischer Abschlussprüfungen).
Sie nehmen mit: Zwei selbst konstruierte Prüfungsfälle inklusive Bewertungsraster.
M06
Rolle halten, Kraft behalten
Anleiten unter Zeitdruck, Grenzen setzen, Nähe und Distanz gestalten
Basis / Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie klären, was Ihre Rolle von Ihnen verlangt, wo sie überfordert und wie Sie Anleitung auch in dichten Schichten stattfinden lassen. Mit Raum für kollegialen Austausch und ein konkretes Anliegen, das Sie mitnehmen.
Die Teilnehmenden
- analysieren die Rollenanforderungen und -konflikte ihrer Position
- entwickeln Strategien, Anleitung auch unter Zeitdruck stattfinden zu lassen
- gestalten Nähe und Distanz zu Auszubildenden bewusst
- benennen ihre Bedarfe gegenüber Leitung und Team konkret und verhandelbar
Inhalte: Rollenanalyse und Erwartungsklärung · Spannungsfeld Versorgung vs. Ausbildung · Nähe/Distanz, Loyalitätskonflikte · Grenzen setzen gegenüber Team und Leitung · Ressourcen und Belastungssignale · Anliegen wirksam adressieren.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Rollenlandkarte, kollegiale Beratung, Verhandlungstraining mit Leitungsrolle.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 1 und PA M III ME 1 (Rollenverständnis, Nähe und Distanz, Resilienz).
Sie nehmen mit: Persönliche Rollenlandkarte und ein vorbereitetes Anliegen für das nächste Gespräch mit der Leitung.
Linie B — Didaktik und Methodik
Das didaktische Handwerk: Anleitungssituationen planen, Denken sichtbar machen, Reflexion anleiten.
M07
Vom Lernziel zur Lernaufgabe
Anleitungssituationen planen, durchführen, auswerten
Basis
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie planen eine Anleitungssituation vom Lernziel bis zur Auswertung, erproben sie im geschützten Rahmen und nehmen ein einsatzfertiges Konzept mit — mit Methoden, die über „Vormachen und Nachmachen" hinausgehen.
Die Teilnehmenden
- formulieren Lernziele kompetenzorientiert und überprüfbar
- wählen Anleitungsmethoden passend zu Lernziel und Lernstand
- planen eine vollständige Anleitungssituation von der Vorbereitung bis zur Auswertung
- gestalten Auswertungsgespräche lernwirksam statt bewertend
Inhalte: Kompetenzorientierte Lernziele · Sechs-Stufen-Methode · Cognitive Apprenticeship (Modeling, Coaching, Scaffolding, Fading) · Lernaufgaben und Praxisaufträge · Auswertungsgespräch · Dokumentation der Anleitung.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Planungswerkstatt, Micro-Teaching mit Peer-Feedback, Methodenmarkt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Gestaltung von Anleitungssituationen, Methoden der Anleitung).
Sie nehmen mit: Vollständig ausgearbeitete Anleitungssituation für den eigenen Bereich, im Kurs erprobt.
M08
Fallbasierte Didaktik in der Praxisanleitung
Mit Fällen anleiten statt mit Verrichtungen
Basis / Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie bringen Fälle aus Ihrem Bereich mit und gehen mit zwei didaktisch aufbereiteten Fällen wieder heraus — inklusive Leitfragen, mit denen Sie Fallbesprechungen führen, ohne die Lösung vorwegzunehmen.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden fallorientiertes, fallbasiertes und fallrekonstruktives Arbeiten nach Zielsetzung
- wählen geeignete Fälle aus dem eigenen Bereich aus und bereiten sie didaktisch auf
- steuern Fallarbeit mit Leitfragen statt mit Lösungsvorgaben
- beachten Persönlichkeitsrechte und Anonymisierung
- verbinden Fallarbeit mit Prüfungsvorbereitung und klinischem Urteilen
Inhalte: Fallverständnisse in der Pflegedidaktik · der Fall als Anlass gegenüber dem Fall als Rekonstruktionsgegenstand · Fallaufbereitung aus der eigenen Praxis · Leitfragen und Moderationsschritte · Anonymisierung und Datenschutz · Umgang mit emotional belastenden Fällen · Anschluss an Clinical Reasoning und praktische Prüfung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fallwerkstatt mit eigenen Fällen, moderierte Fallbesprechung im Fishbowl, Leitfragenentwicklung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 und PA M III ME 2 (situationsorientiertes Lernen).
Sie nehmen mit: Zwei aufbereitete, anonymisierte Fälle aus dem eigenen Bereich mit Leitfragen und Auswertungsraster.
M09
Die Fünf-Minuten-Anleitung
Mikroanleitung im Schichtalltag
Basis
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Anleitung braucht nicht immer einen freigestellten Vormittag. Sie lernen Kurzformate kennen, die zwischen Visite und Übergabe funktionieren, und trainieren sie unter realistischen Bedingungen.
Die Teilnehmenden
- erkennen Lerngelegenheiten im laufenden Betrieb und nutzen sie gezielt
- setzen Kurzformate ein, die in unter zehn Minuten wirksam sind
- geben im Handlungsfluss präzises Feedback, ohne den Ablauf zu stören
- qualifizieren das Team für alltagsintegrierte Lernbegleitung
Inhalte: One-Minute-Preceptor und SNAPPS · Lernanlässe in Übergabe, Visite, Dokumentation · Priming und Debriefing in Kurzform · Feedback im Handlungsfluss · Lernen am Modell bewusst inszenieren · Teamqualifizierung.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Schichtsimulation mit Störgeräusch, Kurzsequenz-Training, Videobeispiele.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Methoden der Anleitung, Feedback).
Sie nehmen mit: Sammlung von zehn erprobten Mikroformaten für den eigenen Schichtalltag.
M10
Denken sichtbar machen
Clinical Reasoning anleiten
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie lernen, das eigene klinische Denken hörbar zu machen und das der Auszubildenden gezielt herauszufordern — mit Methoden, die aus stillen Handgriffen begründete Entscheidungen machen.
Die Teilnehmenden
- erklären Modelle klinischen Urteilens und ihren Nutzen für die Anleitung
- machen eigene Entscheidungsprozesse für Lernende explizit
- setzen Methoden ein, die das Denken von Auszubildenden hörbar machen
- diagnostizieren Denkfehler und arbeiten gezielt daran
Inhalte: Modelle des Clinical Reasoning · Novizen-Experten-Unterschiede · Think-Aloud und lautes Modellieren · Fallvignetten und What-if-Variationen · Concept Mapping · typische Denkfehler und Bias.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Think-Aloud-Tandems, Fallvignettenarbeit, Concept-Mapping am eigenen Fall.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 (Handlungskompetenz fördern, Formen des Lehrens).
Sie nehmen mit: Drei Fallvignetten mit Leitfragen, einsetzbar im eigenen Bereich.
M11
Reflexion anleiten
Von der Nacherzählung zur Erkenntnis
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie erweitern Ihr Fragenrepertoire und lernen Reflexionsformate kennen, die über die Nacherzählung hinausführen — mündlich, schriftlich und im kollegialen Kreis.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Reflexionsmodelle und wählen situationsangemessen aus
- moderieren Reflexionsgespräche strukturiert und ergebnisoffen
- setzen schriftliche Reflexionsformate lernwirksam ein
- etablieren kollegiale Beratung im PA-Kreis
Inhalte: Reflexionszyklus nach Gibbs · Kernreflexion nach Korthagen · Lerntagebuch und E-Portfolio · Fragetechniken für Reflexionsgespräche · kollegiale Beratung · Umgang mit emotional belastenden Erfahrungen.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Reflexionsgespräche im Fishbowl, Schreibwerkstatt, kollegiale Beratung live.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 1 und PA M III ME 1 (Reflexion und Dokumentation, kollegiale Fallberatung).
Sie nehmen mit: Reflexionsleitfaden mit Fragenrepertoire und ein erprobtes Format für den eigenen Bereich.
M12
Simulation im Praxisfeld
Szenarien gestalten, Debriefing führen
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie entwickeln ein Simulationsszenario, das mit Bordmitteln auf Ihrer Station funktioniert, und trainieren das Debriefing — den Teil, in dem das Lernen tatsächlich stattfindet.
Die Teilnehmenden
- konzipieren Szenarien mit klarem Lernziel und angemessener Komplexität
- führen In-situ-Simulationen mit vertretbarem Aufwand durch
- moderieren Debriefings nach einem strukturierten Modell
- schaffen und sichern psychologische Sicherheit
Inhalte: Szenariendesign und Briefing · Rollen und Ausstattung mit Bordmitteln · In-situ-Simulation auf Station · Debriefing-Modelle (PEARLS, Advocacy-Inquiry) · psychologische Sicherheit · typische Debriefing-Fallen.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Szenarienentwicklung, Simulation mit Rollentausch, Debriefing-Training mit Beobachtungsbogen.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Gestaltung von Anleitungssituationen).
Sie nehmen mit: Ein einsatzfertiges Szenario inklusive Briefing und Debriefing-Leitfaden.
M13
Digitale Didaktik in der Praxisanleitung
Digitale Werkzeuge lernwirksam einsetzen statt nur einsetzen
Vertiefung
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie entscheiden nicht über Tools, sondern über Didaktik: Welches Werkzeug löst welches Problem in Ihrer Anleitung? Sie bauen zwei Formate und klären nebenbei die Fragen, die im Alltag am meisten Unsicherheit erzeugen — Fotos, Videos, Messengergruppen.
Die Teilnehmenden
- begründen Werkzeugentscheidungen didaktisch statt technisch
- setzen digitale Formate gezielt in Vorbereitung, Anleitung und Auswertung ein
- gestalten einfache Blended-Arrangements für Praxiseinsätze
- führen digitale Lerntagebücher oder E-Portfolios ein
- klären Datenschutz- und Geräteregeln für ihren Bereich
Inhalte: Auswahlkriterien: vom Lernproblem zum Werkzeug · digitale Lernaufgaben und Micro-Content · Video in der Anleitung — Eigenaufnahmen, Videofeedback, Persönlichkeitsrechte · E-Portfolio und digitales Lerntagebuch · Blended-Arrangements über den Einsatz hinweg · private Endgeräte, Fotografieren im Patientenzimmer, Messengergruppen · Barrierefreiheit und digitale Voraussetzungen der Lernenden.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Werkzeugparcours mit didaktischer Bewertung, Umbau bestehender Praxisaufträge, Produktion eines eigenen Micro-Contents.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 (Auswahl und sinnvoller Einsatz von Medien).
Sie nehmen mit: Zwei digital gestützte Anleitungsformate und ein Regelblatt zum Umgang mit Smartphones und Aufnahmen im eigenen Bereich.
M14
Lernprozessbegleitung in der Ausbildung
Vom Unterweisen zum Begleiten selbstständiger Lernprozesse
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie erproben den Wechsel vom Unterweisen zum Begleiten: reale Arbeitsaufträge statt vorgeführter Handgriffe, Lerngespräche statt Kontrolle. Sie nehmen drei fertige Lernaufträge und einen Gesprächsleitfaden mit — und eine klare Vorstellung davon, wo dieser Ansatz in der Pflege an Grenzen stößt.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Unterweisung, Anleitung und Lernprozessbegleitung nach Rollenlogik und Wirkung
- wählen reale Arbeitsaufgaben passend zum Lernstand aus und formulieren sie als Lernauftrag
- führen Lernvereinbarungs-, Zwischen- und Auswertungsgespräche strukturiert
- halten Lernklippen aus und intervenieren dosiert statt vorschnell
- beurteilen, wo der Ansatz in der Pflege trägt und wo die Patientensicherheit ihm Grenzen setzt
Inhalte: Konzept der Lern(prozess)begleitung (GAB München) · die Schrittfolge von der Lernbedarfsklärung über Lernvereinbarung, Auftragsauswahl und Lernarrangement bis zur Auswertung · vollständige Handlung als Strukturprinzip · Erfahrungslernen und Reflexion · die Balance zwischen Zumuten und Absichern · Selbstlernkompetenz als Ausbildungsziel · Grenzen des Ansatzes in Hochrisikosituationen.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Rollentausch-Übung Unterweisen gegen Begleiten, Lernauftragswerkstatt, Lerngesprächstraining mit Beobachtungsbogen.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 1 und PA M III ME 2 (Gestaltung von Lern- und Arbeitsprozessen, Lernberatung).
Literaturbezug: Bauer, Brater, Büchele, Dufter-Weis, Maurus, Munz: Lern(prozess)begleitung in der Ausbildung. Wie man Lernende begleiten und Lernprozesse gestalten kann. Ein Handbuch. 3. Auflage, Bertelsmann, Bielefeld 2010.
Sie nehmen mit: Drei ausformulierte Lernaufträge für den eigenen Bereich und ein Gesprächsleitfaden für Lernvereinbarung und Auswertung.
M15
Ermöglichungsdidaktik ausprobieren
Ein Methodenlabor für selbstgesteuertes Lernen im Praxisfeld
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Kein Vortrag über Haltung, sondern ein Methodenlabor: Sie durchlaufen einen Parcours ermöglichungsdidaktischer Methoden, werten jede davon direkt aus und entscheiden begründet, welche drei in Ihrem Bereich tatsächlich funktionieren können.
Die Teilnehmenden
- erklären den lerntheoretischen Kern der Ermöglichungsdidaktik und grenzen ihn von Vermittlungsdidaktik ab
- erproben mindestens sechs ermöglichungsdidaktische Methoden in der Selbsterfahrung
- beurteilen deren Passung für Anleitungssituationen unter Realbedingungen
- benennen die Grenzen des Ansatzes dort, wo Verantwortung nicht delegierbar ist
- wählen drei Methoden für die eigene Praxis aus und planen deren Einführung
Inhalte: Grundlinien der Ermöglichungsdidaktik · Lernen als Selbstorganisation · die veränderte Rolle der Lernbegleitung · Methodenparcours: Lernkontrakt, Wochenrückblick, Fragenspeicher, Lerntandem, kollegiale Fallberatung, systemische Fragen, Perspektivwechsel, Metaphernarbeit · Auswertungsraster für Methodenpassung · Kritik: Selbstorganisation als Zumutung, Überforderungsrisiko, Ermöglichung unter Zeitdruck.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Methodenparcours mit Selbsterfahrung, strukturierte Auswertung nach jedem Durchgang, Transferplanung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 1 (Grundlagen der Erwachsenenbildung, Gestaltung von Lernprozessen).
Literaturbezug: Rolf Arnold: Ermöglichungsdidaktik beziehungsweise Grundlinien einer Ermöglichungsdidaktik.
Sie nehmen mit: Ein erprobtes Methodenset mit persönlichem Passungsurteil und drei ausgewählten Methoden samt Einführungsplan.
M16
Selbstgesteuertes Lernen anleiten
Lernkompetenz aufbauen statt Lernstoff verteilen
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Eigenverantwortung lässt sich nicht verordnen, aber aufbauen. Sie lernen, Lernstrategien und Selbststeuerung einzuschätzen und gezielt zu fördern — und gehen mit einem Diagnoseleitfaden und einer Vorlage für Lernvereinbarungen nach Hause.
Die Teilnehmenden
- schätzen Lernstrategien und Selbstregulationsfähigkeit von Lernenden im Gespräch ein
- vermitteln Lernstrategien eingebettet in reale Praxissituationen
- unterstützen Zielsetzung, Planung und Selbstüberprüfung strukturiert
- setzen Lernvereinbarungen und Lernjournale wirksam ein
- erkennen, wann Selbststeuerung überfordert und Steuerung von außen nötig bleibt
Inhalte: Modelle selbstregulierten Lernens — Zielsetzung, Überwachung, Reflexion · Lernstrategien und ihre Vermittlung im Arbeitsprozess · Lernstandsdiagnose ohne Testverfahren · Lernvereinbarung, Lernjournal, Selbsteinschätzungsbögen · informelles Lernen sichtbar machen · Grenzen: Überforderung, die Illusion der Selbststeuerung, Zeitdruck im Schichtbetrieb.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Diagnosegespräche im Tandem, Strategievermittlung an realen Aufgaben, Arbeit an Lernvereinbarungen.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 (Lernberatung und Lerncoaching, Kontrolle des Lernerfolgs).
Sie nehmen mit: Ein Diagnoseleitfaden für das Lernstandsgespräch und eine Vorlage für Lernvereinbarungen im eigenen Bereich.
M17
Die Kompetenzbiografie
Kompetenzentwicklung biografisch verstehen und sichtbar machen
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie lernen, die mitgebrachten Kompetenzen Ihrer Auszubildenden zu erkennen, statt bei null zu beginnen. Sie erstellen zunächst Ihre eigene Kompetenzbiografie und entwickeln daraus einen Leitfaden für das Erstgespräch — besonders hilfreich bei Quereinsteigenden und international ausgebildeten Fachpersonen.
Die Teilnehmenden
- erläutern Kompetenz als Disposition zu selbstorganisiertem Handeln und grenzen sie von Wissen und Qualifikation ab
- erheben Kompetenzbiografien mit biografischen Gesprächs- und Darstellungsformen
- knüpfen Anleitungsangebote an vorhandene, auch informell erworbene Kompetenzen an
- ordnen gängige Kompetenzerfassungsverfahren nach Nutzen und Grenzen ein
- nutzen die eigene Kompetenzbiografie zur Reflexion ihrer Rolle als Anleitende
Inhalte: Kompetenzbegriff nach Erpenbeck und Heyse · Kompetenzentwicklung als biografischer Prozess · Erhebungsformen: biografisches Interview, Zeitstrahl, Kompetenzraster · informell erworbene Kompetenzen anerkennen und anschlussfähig machen · Anwendung auf Quereinstieg, Anpassungsqualifizierung und Assistenzausbildung · Grenzen: Selbstauskunft, soziale Erwünschtheit, Freiwilligkeit und Datenschutz.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Erstellung der eigenen Kompetenzbiografie, biografisches Gespräch im Tandem mit Auswertung, Fallarbeit an Lernendenprofilen.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Lernbiographie) und PA M III ME 2 (von der Qualifikation zur Kompetenz).
Literaturbezug: Erpenbeck, Heyse: Die Kompetenzbiographie. Wege der Kompetenzentwicklung. 2., aktualisierte Auflage, Waxmann, Münster 2007.
Sie nehmen mit: Die eigene Kompetenzbiografie und ein Erhebungsleitfaden für das Erstgespräch mit neuen Lernenden.
M18
Lernen sichtbar machen
Was aus Hatties Synthesen für die Praxisanleitung folgt — und was nicht
Vertiefung
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie arbeiten mit dem, was aus der Unterrichtsforschung wirklich folgt — und mit dem, was ihr fälschlich zugeschrieben wird. Ergebnis sind sichtbare Erfolgskriterien für Ihren Einsatz und eine Routine, mit der Sie prüfen, ob Ihre Anleitung ankommt.
Die Teilnehmenden
- ordnen Effektstärken methodisch korrekt ein und erkennen typische Fehlinterpretationen
- prüfen, was aus einem schulisch geprägten Forschungsstand auf Praxisanleitung übertragbar ist
- machen Lernziele und Erfolgskriterien für Auszubildende explizit
- setzen Feedback auf Aufgaben-, Prozess- und Selbstregulationsebene gezielt ein
- holen selbst Rückmeldung über die Wirkung ihrer Anleitung ein
Inhalte: Metaanalysen und Effektstärken — was die Zahlen aussagen und was nicht · Grenzen der Übertragung vom Klassenzimmer auf die Station · sichtbare Lernziele und Erfolgskriterien formulieren · Feedbackebenen und Feedbackrichtung · Fehler als Lerngelegenheit · Erwartungen und Selbstwirksamkeit.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Datenkritik-Übung an konkreten Effektstärken, Formulierungswerkstatt für Erfolgskriterien, Aufbau einer Rückmeldungsroutine.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 (Kontrolle des Lernerfolgs) und PA M II ME 2 (Feedback).
Sie nehmen mit: Lernziele mit Erfolgskriterien für einen kompletten Einsatz plus eine Kurzroutine, mit der Sie die Wirkung Ihrer Anleitung erheben.
Linie C — Beziehung, Vielfalt, Kommunikation
Die Beziehungsebene: Gespräche führen, Vielfalt gestalten, Abbrüche verhindern, mit Fehlern umgehen.
M19
Schwierige Gespräche führen
Kritik, Leistungseinbrüche, Abbruchgefährdung
Basis / Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie trainieren die Gespräche, die man gern verschiebt: Kritik, Leistungseinbruch, drohender Abbruch. Mit eigenen Fällen, echtem Feedback und einem Leitfaden, den Sie in der nächsten Woche einsetzen können.
Die Teilnehmenden
- bereiten kritische Gespräche strukturiert vor und führen sie zielorientiert
- benennen Leistungs- und Verhaltensprobleme klar, ohne die Beziehung zu beschädigen
- treffen überprüfbare Vereinbarungen und verfolgen sie nach
- erkennen Abbruchsignale früh und reagieren angemessen
Inhalte: Gesprächsvorbereitung und Settinggestaltung · beschreibendes Feedback · Umgang mit Abwehr, Tränen, Gegenangriff · Zielvereinbarungen und Eskalationsstufen · Abbruchsignale · Grenzen der eigenen Zuständigkeit und Übergabe an Beratungsstellen.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Gesprächstraining mit Fallgeber:innen, Video- oder Beobachtungsfeedback, Eskalationslandkarte.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 1 und PA M III ME 1 (Umgang mit schwierigen Situationen, Gesprächsführung).
Sie nehmen mit: Vorbereiteter Gesprächsleitfaden für einen realen eigenen Fall.
M20
Sprachsensibel anleiten
Internationale Pflegefachpersonen und Auszubildende begleiten
Basis / Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie schauen auf Ihre eigene Anleitungssprache und lernen Techniken, mit denen fachlich kompetente Kolleg:innen aus dem Ausland schneller ankommen — inklusive eines Onboarding-Sets für Ihren Bereich.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Sprach-, Fach- und Systemprobleme in der Begleitung
- setzen sprachsensible Techniken in Anleitung und Feedback ein
- machen implizites Handlungswissen und Hausregeln explizit
- gestalten die Begleitung in der Anpassungsqualifizierung strukturiert
Inhalte: Fach- und Alltagssprache, Register · sprachsensible Anleitungstechniken · Fachwortarbeit am Arbeitsplatz · implizite Normen sichtbar machen · Anpassungsqualifizierung und Kenntnisprüfung · Missverständnisse und Gesichtswahrung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Sprachsensible Fallarbeit, Perspektivwechsel-Übungen, Analyse eigener Anleitungssprache.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 3 (interkulturelle Kommunikation, kulturelle Sensibilität).
Sie nehmen mit: Bereichsbezogenes Onboarding-Set mit Fachwortliste und expliziten Hausregeln.
M21
Vielfalt in der Anleitung
Diversitäts- und diskriminierungssensibel begleiten
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie reflektieren, wie eigene Zuschreibungen in Beurteilungen einfließen, und trainieren, im Moment zu reagieren, wenn Auszubildende diskriminiert werden — mit einem Repertoire, das über gute Absichten hinausgeht.
Die Teilnehmenden
- reflektieren eigene Zuschreibungen und deren Wirkung auf Beurteilung und Zuteilung
- gestalten Lernbegleitung, die unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt
- reagieren handlungssicher auf diskriminierendes Verhalten im Feld
- unterstützen betroffene Auszubildende, ohne sie zu exponieren
Inhalte: Heterogenität als didaktische Aufgabe · Zuschreibungen und ihre Folgen für Beurteilung · Umgang mit Diskriminierung durch Patient:innen und Team · Intervenieren in der Situation · Nachsorge und Ansprechstrukturen · rechtlicher Rahmen (AGG).
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fallbasierte Selbstreflexion, Interventionstraining, Analyse von Beurteilungsdaten auf Muster.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 3 (Diversität, Wertehierarchien und Menschenbilder).
Sie nehmen mit: Persönliches Interventionsrepertoire und ein Vorschlag für die Ansprechstruktur im Haus.
M22
Feindseligkeit unter Pflegenden
Horizontale Gewalt erkennen, ansprechen, unterbrechen
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie arbeiten an dem, was in Teams selten offen verhandelt wird: Herabsetzung und Ausgrenzung gegenüber Lernenden. Sie trainieren Interventionen für den Moment und bereiten das Gespräch vor, das Sie im eigenen Haus führen müssten.
Die Teilnehmenden
- erkennen Erscheinungsformen horizontaler Feindseligkeit und ihre Dynamik
- unterscheiden Konflikt, Feindseligkeit und Mobbing in ihren Konsequenzen
- intervenieren in der Situation, ohne die eigene Position im Team zu verlieren
- begleiten Betroffene, ohne sie zu exponieren
- sprechen Teammuster gegenüber Leitung und Kolleg:innen wirksam an
Inhalte: Erscheinungsformen und Befundlage · Entstehungsbedingungen: Hierarchie, Belastung, berufliche Sozialisation · Folgen für Ausbildungsabbruch, Fehlerverschweigen und Patientensicherheit · Intervention im Moment · das Gespräch mit Verursachenden · Rolle und Verantwortung der Leitung · Grenzen der Praxisanleitungsrolle und Übergabe an zuständige Stellen.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fallarbeit mit eigenen Beobachtungen, Interventionstraining in Kurzszenen, Analyse der Teamkultur anhand von Indikatoren.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 1 (Beziehungsgestaltung, Umgang mit herausfordernden Situationen).
Sie nehmen mit: Ein persönliches Interventionsrepertoire und ein vorbereitetes Anliegen an Leitung oder Team.
M23
Bleiben statt abbrechen
Motivation, Bindung und Abbruchprävention
Basis / Vertiefung
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Statt über die Generation Z zu klagen, schauen Sie auf die Faktoren, die tatsächlich über Bleiben und Gehen entscheiden — und entwickeln daraus einen konkreten Plan für die ersten vier Wochen im Einsatz.
Die Teilnehmenden
- ordnen verbreitete Generationenzuschreibungen kritisch ein
- benennen die tatsächlichen Abbruchursachen und ihre Stellschrauben in der Praxis
- gestalten Zugehörigkeit und Wirksamkeitserleben systematisch
- erkennen Warnsignale und handeln früh statt spät
Inhalte: Befundlage zu Ausbildungsabbrüchen · Motivationstheorien (Selbstbestimmung, Erwartung × Wert) · Onboarding und Ankommen · Zugehörigkeit im Team herstellen · Frühwarnsignale und Gesprächsanlässe · Bindung nach dem Examen.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Analyse eigener Abbruchfälle, Journey-Mapping des ersten Einsatzes, Maßnahmenpriorisierung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 1 und PA M II ME 2 (Beziehungsgestaltung, herausfordernde Anleitungssituationen).
Sie nehmen mit: Maßnahmenplan „Erste vier Wochen" für den eigenen Bereich.
M24
Ethisch schwierige Themen anleiten
Sterben, Zwang und Grenzen der Versorgung mit Auszubildenden bearbeiten
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie erarbeiten ein Format, mit dem ethisch belastende Situationen im Stationsalltag besprechbar werden — kurz genug für die Realität, strukturiert genug, um über Betroffenheitsbekundungen hinauszukommen. Mit Raum für eigene Fälle.
Die Teilnehmenden
- erkennen Anzeichen moralischer Belastung bei Lernenden
- strukturieren ethische Fallbesprechungen mit einem einfachen, alltagstauglichen Modell
- bleiben in der eigenen Betroffenheit sprachfähig und in der Anleitungsrolle
- begleiten Erstkontakte mit Sterben und Tod bewusst statt beiläufig
- kennen die Zugangswege zu Ethikberatung und die Grenzen der eigenen Zuständigkeit
Inhalte: Moralischer Stress und Coolout in der Ausbildung · Modelle ethischer Fallbesprechung und ihre Kurzformen für den Stationsalltag · wiederkehrende Themenfelder: Sterbebegleitung, Therapiezielbegrenzung, Zwang und freiheitsentziehende Maßnahmen, Ablehnung von Behandlung, Verteilungskonflikte · Sprachfähigkeit im Team herstellen · Nachbesprechung belastender Ereignisse · Abgrenzung zu Seelsorge und therapeutischer Begleitung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Strukturierte Fallbesprechung an mitgebrachten Situationen, Gesprächssimulation zum Erstkontakt, Reflexionsformate.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 1 (Selbstreflexion, Ambiguitätstoleranz, berufliches Selbstverständnis).
Sie nehmen mit: Ein Leitfaden für die ethische Kurzfallbesprechung auf Station, ausgelegt auf 30 Minuten.
M25
Aus Fehlern lernen lassen
Fehlerkultur, Sicherheitsdenken und Second Victim
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 6 berufspäd.
Wie Sie auf den ersten Fehler einer Auszubildenden reagieren, prägt deren gesamte Haltung zur Sicherheitskultur. Sie trainieren dieses Gespräch und lernen, Beinahe-Ereignisse als Lernanlass zu nutzen.
Die Teilnehmenden
- erklären Grundbegriffe der Patientensicherheit und ordnen Fehlerarten ein
- begleiten Auszubildende nach einem Fehler so, dass Lernen möglich bleibt
- nutzen CIRS-Fälle und Beinahe-Ereignisse als Anleitungsanlass
- erkennen Second-Victim-Reaktionen und wissen um Unterstützungswege
Inhalte: Fehlerarten und Systemperspektive · Just Culture · das Gespräch nach dem Fehler · CIRS als Lernquelle · Second Victim: Reaktionen und Unterstützung · Speak-up trainieren.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Fallarbeit mit realen CIRS-Meldungen, Gesprächssimulation, Speak-up-Training.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 4 (Patientensicherheit, Risiko- und Fehlermanagement, Sicherheitskultur).
Sie nehmen mit: Leitfaden „Das Gespräch nach dem Fehler" und zwei aufbereitete CIRS-Lernfälle.
M26
Die professionelle Identität von Pflegefachpersonen
Berufliches Selbstverständnis in der Ausbildung fördern
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie sehen sich an, was Ihr Bereich Auszubildenden nebenbei über den Beruf beibringt — und entwickeln ein Gesprächsformat, mit dem berufliches Selbstverständnis zum Thema wird, bevor Resignation es besetzt.
Die Teilnehmenden
- beschreiben professionelle Identität als Entwicklungsprozess und benennen ihre Einflussgrößen
- erkennen identitätsrelevante Situationen im Ausbildungsalltag
- reflektieren ihre eigene Vorbildwirkung und den heimlichen Lehrplan ihres Bereichs
- führen Gespräche über Berufsverständnis, Berufsstolz und Enttäuschung
- erkennen Anpassungs- und Abkühlungsprozesse bei Lernenden früh
Inhalte: Ansätze professioneller Identitätsbildung in der Pflege · berufliches Selbstverständnis und Berufsstolz · Sozialisation in der Praxis und der heimliche Lehrplan · Coolout als Anpassung an widersprüchliche Bedingungen · Sprachfähigkeit über die eigene Arbeit · Identitätsfragen in generalistischer und hochschulischer Ausbildung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Biografische Reflexion der eigenen Berufsidentität, Analyse des heimlichen Lehrplans im eigenen Bereich, Gesprächsformat im Erproben.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 1 und PA M III ME 1 (Menschenbild, berufliches Selbstverständnis).
Sie nehmen mit: Eine Sammlung identitätsrelevanter Reflexionsanlässe und ein erprobtes Gesprächsformat zur Frage, was gute Pflege ausmacht.
Linie D — Innovation und Zukunft
Zukunftsthemen mit Werkstattcharakter — Sie entwickeln im Kurs ein eigenes Produkt.
M27a
Future Skills in der Pflege I
Modelle prüfen und in Anleitungsaufträge übersetzen
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Zukunftskompetenzen werden viel beschworen und selten angeleitet. Sie prüfen die gängigen Modelle auf ihre Tragfähigkeit und übersetzen drei davon in Praxisaufträge, die auf Ihrer Station tatsächlich funktionieren.
Die Teilnehmenden
- ordnen gängige Future-Skills-Modelle ein und prüfen ihre Tragfähigkeit für die Pflege
- unterscheiden belastbare Kompetenzaussagen von Zukunftsrhetorik
- identifizieren die Kompetenzen, die im eigenen Bereich absehbar an Bedeutung gewinnen
- übersetzen jeweils eine solche Kompetenz in eine anleitbare Praxissituation
Inhalte: Kompetenzmodelle im Überblick (4K, OECD-Rahmen, Future-Skills-Modelle im Gesundheitswesen) · Herkunft und Interessen hinter den Modellen · Kritik am Konzept: Was verdeckt die Zukunftsrhetorik? · Kompetenz-Screening des eigenen Bereichs · von der Kompetenz zur Praxissituation.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Modellvergleich mit Bewertungsraster, Kompetenz-Screening des eigenen Bereichs, Übersetzungswerkstatt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: über die DKG-Empfehlung hinausgehend — Aktualisierungsfortbildung.
Sie nehmen mit: Drei Praxisaufträge, die je eine Future Skill in einer konkreten Anleitungssituation adressieren.
M27b
Future Skills in der Pflege II
Anleiten, beobachten, rückmelden
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Nach der Übersetzung folgt die Anleitung: Sie erproben Methoden für Selbstorganisation, kritisches Denken und den Umgang mit Daten und KI — und entwickeln Beobachtungskriterien für Kompetenzen, die sich nicht am Handgriff ablesen lassen.
Die Teilnehmenden
- leiten einzelne Zukunftskompetenzen mit passenden Methoden konkret an
- machen Kompetenzzuwachs in diesen Bereichen beobachtbar
- geben Rückmeldung zu Kompetenzen, die sich nicht in Verrichtungen zeigen
- verankern die entwickelten Aufträge in der Einsatzplanung ihres Bereichs
- erkennen die Grenzen der Beobachtbarkeit und gehen offen damit um
Inhalte: Selbstorganisation und Ambiguitätstoleranz anleiten · Data Literacy und AI Literacy in der Pflege · kritisches Denken und Urteilsbildung fördern · Kooperation über Berufsgruppengrenzen · Beobachtungskriterien für nicht-verrichtungsbezogene Kompetenzen · Rückmeldeformate · Verankerung in Einsatzplanung und Beurteilung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Anleitungssequenzen im Micro-Teaching, Entwicklung von Beobachtungskriterien, Rückmeldetraining, Verankerungsplanung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: über die DKG-Empfehlung hinausgehend — Aktualisierungsfortbildung.
Sie nehmen mit: Ein Beobachtungsraster für drei Zukunftskompetenzen und ein Umsetzungsplan für den eigenen Einsatzbereich.
M28
Evidence-based Nursing für Praxisanleiter:innen
„Warum machen wir das so?" als Anleitungsmethode
Innovation
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie lernen, aus einer Alltagsfrage eine beantwortbare Frage zu machen, in zwanzig Minuten belastbare Quellen zu finden und daraus einen kurzen Beitrag für Ihr Team zu bauen — und machen die Frage „Warum eigentlich?" zum Anleitungsinstrument.
Die Teilnehmenden
- formulieren klinische Fragen aus dem Anleitungsalltag in beantwortbarer Form (PICO)
- recherchieren in vertretbarer Zeit in geeigneten Quellen
- schätzen Evidenzqualität grob, aber tragfähig ein
- nutzen die Evidenzfrage als didaktisches Instrument in der Anleitung
- gehen souverän mit dem Konflikt zwischen Evidenz und Hausstandard um
Inhalte: EBN-Schritte im Überblick · PICO-Fragen aus echten Anleitungssituationen · Leitlinien, Expertenstandards, Reviews: was wofür taugt · 20-Minuten-Recherche mit frei zugänglichen Quellen · Evidenzhierarchien und ihre Grenzen · „Evidenz-Snack" und Mini-Journal-Club auf Station · Umgang mit „Das haben wir immer so gemacht".
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Rechercheübung an eigenen Fragen, kritische Lektüre eines Kurztextes, Gestaltung eines Evidenz-Snacks, Rollenspiel zum Standardkonflikt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 2 (Evidence Based Nursing, Literaturrecherche, Bewertung von Studien).
Sie nehmen mit: Ein fertig ausgearbeiteter Evidenz-Snack (15 Minuten) zu einer eigenen Praxisfrage, einsetzbar in der nächsten Teambesprechung.
M29
Lehrexperimente in der Praxis
Didaktische Ideen erproben und ihre Wirkung prüfen
Innovation
Werkstatt mit Transferphase
12 UE · davon 12 berufspäd.
Sie formulieren eine Vermutung über Ihre eigene Anleitungspraxis, erproben eine Veränderung im Einsatz und prüfen, ob sie tatsächlich wirkt. Am Ende steht ein ausgewertetes Lehrexperiment — und ein Vorgehen, das Sie beliebig wiederholen können.
Die Teilnehmenden
- formulieren eine didaktische Hypothese über ihre eigene Anleitungspraxis
- planen eine überschaubare Intervention mit klarem Vergleichsmaßstab
- wählen einfache, alltagstaugliche Wirkungsindikatoren aus
- werten ihr Experiment aus und leiten begründete Konsequenzen ab
- stellen Vorgehen und Ergebnis für Kolleg:innen nachvollziehbar dar
Inhalte: Design-based Research in Kurzform · von der Unzufriedenheit zur Hypothese · Interventionsplanung: klein, klar, machbar · Wirkungsindikatoren (Beobachtung, Kurzbefragung, Artefakte, Zeitmessung) · ethische und datenschutzrechtliche Grenzen · Auswertung und Interpretation · Ergebnisse teilen.
Umfang und Format: Werkstatt: 8 UE + Transferphase (6 Wochen) + 4 UE Auswertung · 12 UE synchron, davon 12 berufspädagogisch
Methoden: Hypothesenwerkstatt, Peer-Review der Designs, begleitete Transferphase, Ergebniskolloquium.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 2 (Grundlagen des Forschungsprozesses) — über die Empfehlung hinausgehend vertieft.
Hinweis zur Anrechnung: Anrechenbar sind ausschließlich die 12 synchronen Unterrichtsstunden. Die Transferphase wird als zusätzliche, nicht anrechenbare Eigenarbeit ausgewiesen.
Sie nehmen mit: Ein durchgeführtes und ausgewertetes Lehrexperiment mit einseitigem Ergebnisposter.
M30
Ein Planspiel entwickeln
Von der Szenarioidee zum spielfertigen Prototyp
Innovation
Werkstatt · 2 Tage
16 UE · davon 16 berufspäd.
In zwei Tagen bauen Sie ein eigenes Planspiel für Ihren Bereich: Szenario, Rollen, Regeln, Debriefing. Sie testen es im Kurs an echten Mitspielenden und nehmen einen überarbeiteten, einsatzfertigen Prototyp mit nach Hause.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Planspiel, Rollenspiel, Fallarbeit und Simulation nach Wirkungslogik
- entwickeln ein Szenario mit tragfähigem Konflikt und offenem Ausgang
- konstruieren Rollen, Regeln, Ressourcen und Entscheidungspunkte
- planen Spielleitung und Debriefing
- testen ihren Prototyp und überarbeiten ihn auf Basis der Testerfahrung
Inhalte: Wirkprinzipien von Planspielen · Szenariokern: Zielkonflikt, Knappheit, Zeitdruck · Rollenkarten und Informationsasymmetrie · Regelwerk, Ereigniskarten, Entscheidungspunkte · Spielleitung und Eingriffstiefe · Debriefing als eigentlicher Lernort · Material mit Bordmitteln · Beispielszenarien: Frühdienst bei Personalausfall, Entlassungsmanagement mit Angehörigenkonflikt, Einführung einer neuen Dokumentation.
Umfang und Format: Werkstatt: 2 Tage (16 UE), davon 16 berufspädagogisch
Methoden: Design-Sprint im Team, Prototyping, gegenseitiges Testspielen, Überarbeitungsschleife.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Methoden der Anleitung).
Sie nehmen mit: Ein spielfertiger Planspiel-Prototyp mit Rollenkarten, Regelwerk und Debriefing-Leitfaden — im Kurs mindestens einmal getestet.
M31
Room of Horrors konzipieren
Ein Fehlersuchszenario für Patientensicherheit aufbauen
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie bauen ein Fehlersuchszenario für Ihren Bereich — mit Fehlern, die zu Ihren tatsächlichen Risiken passen, und einer Auswertung, aus der konkrete Maßnahmen folgen statt nur ein Aha-Erlebnis.
Die Teilnehmenden
- erklären Wirkprinzip und Grenzen des Formats
- wählen Fehler nach Sicherheitsrelevanz, Auffindbarkeit und Lernziel aus
- bauen ein vollständiges Szenario mit den Mitteln ihrer Einrichtung auf
- führen Durchlauf und Auswertung so, dass niemand vorgeführt wird
- werten Fundquoten aus und leiten daraus Maßnahmen für den Bereich ab
Inhalte: Aufbau und Ablauf des Formats · Fehlerkataloge zu Hygiene, Medikation, Sturz- und Dekubitusprophylaxe, Dokumentation, Geräten und Patientenidentifikation · Schwierigkeitsgrade und Zeitfenster · Beobachtungs- und Auswertungsbogen · Debriefing ohne Bloßstellung · Einbindung des gesamten Teams statt nur der Auszubildenden · typische Fehlkonstruktionen: zu viele Fehler, Prüfungscharakter, fehlende Auswertung · Wiederholbarkeit und Variation.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fehlerauswahl an realen Bereichsrisiken, Aufbau eines Testszenarios im Kurs, Durchlauf mit Rollentausch, Debriefing-Training.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 4 (Patientensicherheit, Fehlermanagement).
Sie nehmen mit: Ein einsatzfertiges Konzept mit Fehlerliste, Aufbauplan, Beobachtungsbogen und Debriefing-Leitfaden.
M32
Escape Room konzipieren
Ein Rätselszenario mit fachlichem Kern entwickeln
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie entwickeln in einem Tag einen spielbaren Escape-Room-Prototyp für Ihr Thema, testen ihn an echten Mitspielenden und überarbeiten ihn — inklusive ehrlicher Aufwandskalkulation, bevor Sie Wochenenden in Kartons investieren.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Rätseltypen und ordnen sie Lernzielen zu
- entwickeln eine Rätselkette mit durchgehendem fachlichem Kern
- kalkulieren Material-, Aufbau- und Betreuungsaufwand realistisch
- leiten das Spiel und steuern über ein Hinweissystem
- beurteilen, wann sich der Aufwand nicht lohnt und ein einfacheres Format besser trägt
Inhalte: Aufbauelemente: Rahmenhandlung, Rätselkette, Zeitdruck, Hinweissystem · Rätseltypen von Suchen und Kombinieren bis Fachwissen und Rechnen · Themenbeispiele: Medikamentenrechnen, Hygienekette, Notfallalgorithmus, Pflegeprozess · Materialkalkulation, Wiederverwendbarkeit, Auf- und Abbauzeiten · Spielleitung und Hinweisstrategie · Debriefing: vom Erlebnis zum Lernergebnis · Barrierefreiheit und Umgang mit Gruppendynamik.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Design-Sprint in Kleingruppen, Prototyping mit Bordmitteln, gegenseitiges Testspielen, Überarbeitungsschleife.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Methoden der Anleitung).
Sie nehmen mit: Ein getesteter Prototyp mit Rahmenhandlung, drei bis fünf Rätseln, Hinweissystem und Debriefing-Leitfaden.
M33
Gamification in der Praxisanleitung
Spielmechaniken gezielt einsetzen — und wissen, wann besser nicht
Vertiefung / Innovation
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie entwickeln ein spielerisches Element für Ihren Einsatzbereich und prüfen es kritisch gegen die bekannten Nebenwirkungen. Am Ende steht etwas Einsetzbares — oder die begründete Entscheidung, dass Gamification hier nicht das richtige Mittel ist.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Gamification, spielbasiertes Lernen und Serious Games
- wählen Spielmechaniken passend zum Lernziel statt nach Verfügbarkeit
- machen Lernfortschritt sichtbar, ohne Wettbewerbsdruck zu erzeugen
- erkennen Nebenwirkungen wie Verdrängung intrinsischer Motivation und Ausschluss einzelner Lernender
- binden gamifizierte Elemente in bestehende Ausbildungsstrukturen ein
Inhalte: Mechaniken: Fortschritt, Feedback, Herausforderung, Erzählung, Sammeln, Kooperation gegenüber Wettbewerb · motivationspsychologische Grundlagen und der Überrechtfertigungseffekt · Formate: Lernquest über den Einsatz, Kompetenz-Sammelkarten, kooperative Team-Challenge, Fortschrittsvisualisierung · Fairness bei unterschiedlichen Voraussetzungen · Aufwand-Nutzen-Abwägung und Ausstiegskriterien.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Mechanik-Analyse an bestehenden Beispielen, Gestaltungswerkstatt, Peer-Review der Entwürfe.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M II ME 2 (Methoden der Anleitung).
Sie nehmen mit: Ein gamifiziertes Element für den eigenen Einsatzbereich — etwa eine Lernquest über die ersten vier Wochen — mit Regeln, Materialien und Auswertungslogik.
M34
KI in der Praxisanleitung
Werkzeug, Lerngegenstand und Problemfall
Innovation
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie arbeiten praktisch mit generativer KI: erzeugen Anleitungsmaterial, prüfen es kritisch und bauen Praxisaufträge so um, dass sie weiterhin Kompetenz nachweisen — statt Prompts.
Die Teilnehmenden
- beschreiben Funktionsweise und Grenzen generativer KI in Grundzügen
- setzen KI zur Vorbereitung von Anleitungsmaterial gezielt ein
- bewerten KI-gestützte Arbeitsergebnisse von Auszubildenden fair und nachvollziehbar
- gestalten Aufgaben, bei denen der Kompetenznachweis KI-robust bleibt
- ordnen Datenschutz- und Sorgfaltsfragen im Umgang mit Patientendaten ein
Inhalte: Funktionsweise, Halluzinationen, Bias · Prompting für Anleitungszwecke · Fallvignetten, Quizfragen, Feedbackentwürfe generieren · KI-robuste Aufgabenstellungen · Umgang mit KI-generierten Ausarbeitungen · Datenschutz und Schweigepflicht · KI-Kompetenz als Ausbildungsinhalt.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Praktische Arbeit an eigenen Geräten, Fehlersuche in KI-Ausgaben, Aufgabenumbau-Werkstatt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: über die DKG-Empfehlung hinausgehend — Aktualisierungsfortbildung.
Sie nehmen mit: Eine Prompt-Sammlung für wiederkehrende Anleitungsaufgaben und zwei KI-robust umgebaute Praxisaufträge.
M35
Lernnuggets und Microlearning
Kurzformate, die im Team ankommen
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie produzieren im Kurs drei einsatzfertige Kurzformate für Ihr Team und planen, wie diese in bestehende Routinen kommen — und mit einer einfachen Methode, die Wirkung zu prüfen.
Die Teilnehmenden
- konzipieren Lernnuggets mit einem klaren Lernziel und passendem Umfang
- wählen das passende Nugget-Format zum jeweiligen Inhalt aus
- verankern Kurzformate in bestehenden Teamroutinen
- prüfen die Wirkung ihrer Formate mit einfachen Mitteln
Inhalte: Microlearning: Wirkprinzipien und Grenzen · Nugget-Formate (Karten, Kurzvideo, Aushang, Quiz) · Spaced Repetition im Schichtbetrieb · Einbettung in Übergabe und Teamsitzung · Wirkungsprüfung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Produktionswerkstatt, Peer-Test, Einbettungsplanung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 (Auswahl und sinnvoller Einsatz von Medien).
Sie nehmen mit: Drei produzierte Lernnuggets und ein Verankerungsplan für die kommenden zwölf Wochen.
M36
Planetary Health als Ausbildungsinhalt
Nachhaltigkeit in der Pflegepraxis anleiten
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie schauen mit Ihren Auszubildenden auf Material, Energie und Ressourcen im Stationsalltag — fachlich fundiert, ohne Hygienestandards zu unterlaufen und ohne moralischen Zeigefinger.
Die Teilnehmenden
- erklären den Zusammenhang von Klima, Umwelt und Gesundheit in Grundzügen
- identifizieren Nachhaltigkeitsentscheidungen im pflegerischen Alltag
- leiten ressourcenbewusstes Handeln an, ohne Hygiene- und Sicherheitsstandards zu unterlaufen
- gehen mit den Zielkonflikten des Themas offen und fachlich um
Inhalte: Planetary Health: Grundlagen · Ressourcenverbrauch in der Pflege · Einweg vs. Mehrweg, Materialentscheidungen, Arzneimittelentsorgung · Hitzeschutz für vulnerable Gruppen · Zielkonflikte Hygiene, Sicherheit, Ökonomie · Nachhaltigkeit als Praxisauftrag.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Materialaudit im eigenen Bereich, Zielkonfliktdiskussion, Praxisauftragsentwicklung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: über die DKG-Empfehlung hinausgehend — Aktualisierungsfortbildung.
Sie nehmen mit: Ein Praxisauftrag „Ressourcen im Blick" und eine Kurzanalyse des eigenen Bereichs.
M45
Wissenschaftlich begründet anleiten
Facharbeiten begleiten, Daten lesen, Ergebnisse einordnen
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie begleiten Facharbeiten und Projektarbeiten souverän: von der Fragestellung über die Etappenbetreuung bis zur Bewertung. Dazu lesen Sie Kennzahlen und Diagramme so, dass Sie sie mit Lernenden einordnen können — ohne Statistikstudium.
Die Teilnehmenden
- schärfen mit Lernenden aus einem Thema eine bearbeitbare Fragestellung
- erklären Aufbau und Bewertungskriterien einer schriftlichen Arbeit
- führen Betreuungsgespräche in Etappen statt kurz vor der Abgabe
- lesen deskriptive Kennzahlen und Diagramme kritisch und ordnen sie mit Lernenden ein
- sprechen Zitierpflichten, Plagiate und den Einsatz von KI klar an
Inhalte: Vom Thema zur beantwortbaren Fragestellung · Aufbau einer Facharbeit und Bewertungsraster · Betreuung in Etappen · Grundbegriffe deskriptiver Statistik: Häufigkeit, Mittelwert, Median, Streuung, Prozentangaben richtig lesen · Diagramme kritisch betrachten · Zitieren, Plagiat, KI-Nutzung · Rückmeldung zu schriftlichen Arbeiten.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Arbeit an echten Themenvorschlägen, Bewertung anonymisierter Textauszüge, Leseübungen an Fachartikeln.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 2 „Wissenschaftlich begründet pflegen" — insbesondere Fragestellung, Facharbeit und deskriptive Statistik.
Sie nehmen mit: Ein Betreuungsleitfaden mit Etappenplan und ein Bewertungsraster für schriftliche Arbeiten.
Linie E — System, Qualität, Weiterentwicklung
Praxisanleitung als System denken: Konzepte, Settings, neue Ausbildungsformen, Netzwerkarbeit.
M37
Das Praxisanleitungskonzept
Schreiben, umsetzen, evaluieren
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie bringen Ihr bestehendes Konzept mit und gehen mit einem überarbeiteten Baustein plus drei überprüfbaren Kennzahlen wieder heraus — damit aus dem Ordnerdokument ein Steuerungsinstrument wird.
Die Teilnehmenden
- beurteilen bestehende Konzepte anhand fachlicher und rechtlicher Kriterien
- formulieren Konzeptbausteine mit klaren Zuständigkeiten und Ressourcenzusagen
- definieren überprüfbare Qualitätskriterien für die Praxisanleitung
- planen Einführung und regelmäßige Überarbeitung
Inhalte: Pflichtbestandteile und Prüferwartungen · Aufbau und typische Leerstellen · Zuständigkeiten und Ressourcen verbindlich regeln · Qualitätskriterien und Kennzahlen (Anleitungsquote, Abbruchquote, Beurteilungsverteilung, Rückmeldungen) · Einführungsstrategie · Evaluationszyklus.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Konzeptreview im Tandem, Schreibwerkstatt, Kennzahlenauswahl.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 4 (Qualität der Praxisanleitung) und PA M I ME 3 (Dokumente zur Praxisanleitung).
Sie nehmen mit: Überarbeiteter Konzeptbaustein und ein Set von drei Kennzahlen mit Erhebungsweg.
M38
Das BAPID-Modell
Die Bildungsarchitektur der Pflege als Orientierungsrahmen nutzen
Vertiefung / Innovation
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie gewinnen Überblick über die Bildungslandschaft der Pflege und können danach im Team erklären, wer mit welcher Qualifikation wofür zuständig ist. Mit einer Übersicht für Ihren Bereich, die auch bei der Einsatzplanung gemischter Lernendengruppen hilft.
Die Teilnehmenden
- geben Zielsetzung und Aufbau der Bildungsarchitektur in Grundzügen wieder
- verorten die Lernenden ihres Bereichs in diesem Rahmen
- erklären Zuständigkeitsunterschiede zwischen Qualifikationsniveaus im Team nachvollziehbar
- leiten daraus unterschiedliche Anleitungsanforderungen ab
- ordnen den Vorschlag berufspolitisch ein und unterscheiden ihn von geltendem Recht
Inhalte: Entstehung und Auftrag des Projekts · die drei Bildungsdomänen von der Allgemeinbildung über die allgemeine bis zur speziellen Pflegebildung · Stufen, Typen und das Prinzip der Durchlässigkeit · internationale Anschlussfähigkeit · Konsequenzen für die Anleitung gemischter Lernendengruppen · Verhältnis zu PflBG und PflAPrV · offene Fragen und Kritik · Stand der Weiterentwicklung.
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Verortungsübung mit den eigenen Lernendengruppen, Erklärübung für Teamkommunikation, kritische Diskussion.
Bezug zur DKG-Empfehlung: über die DKG-Empfehlung hinausgehend — Aktualisierungsfortbildung.
Literaturbezug: Genz, von Gahlen-Hoops (Hrsg.), unter Mitarbeit von Herzberg, mit einem Vorwort von Vogler: Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland (BAPID). transcript, Bielefeld 2024.
Sie nehmen mit: Eine Übersicht „Wer lernt bei uns was und wofür ist wer zuständig" für den eigenen Bereich.
M39
Anleiten in der hochschulischen Pflegeausbildung
Praxisbegleitung auf akademischem Niveau
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie klären, was Studierende in der Praxis brauchen und was sie mitbringen — und entwickeln einen Betreuungsleitfaden für wissenschaftsbezogene Praxisaufgaben, der auch im Team vermittelbar ist.
Die Teilnehmenden
- beschreiben Struktur, Kompetenzprofil und Vorbehaltsaufgaben der hochschulischen Ausbildung
- unterscheiden ihre Anleitungsaufgaben gegenüber der beruflichen Ausbildung
- begleiten wissenschaftsbezogene Praxisaufgaben fachlich sicher
- gestalten das Verhältnis zu erfahrenen Praktiker:innen im Team konstruktiv
Inhalte: Hochschulische Pflegeausbildung im Überblick · erweiterte Kompetenzen und Vorbehaltsaufgaben · Praxisaufgaben mit Wissenschaftsbezug begleiten · Rollenverhältnis Studierende / Team · Zusammenarbeit mit der Hochschule · Perspektiven nach dem Abschluss.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fallarbeit an Studienaufgaben, Erwartungsklärung im Rollenspiel, Aufgabenanalyse.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 3 (gesetzliche Rahmenbedingungen, curriculare Konzepte).
Sie nehmen mit: Zwei begleitete Praxisaufgaben mit Betreuungsleitfaden.
M40
Anleiten in der Pflegefachassistenz
Kurze Ausbildung, klarer Auftrag
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Kürzere Ausbildung, anderer Auftrag: Sie passen Ihre Anleitungsplanung an die Assistenzausbildung an und klären, wie beide Lernendengruppen im selben Team gut nebeneinander lernen.
Die Teilnehmenden
- ordnen Struktur und Kompetenzprofil der Assistenzausbildung ein
- passen Anleitungsplanung an die kürzere Ausbildungszeit an
- gestalten die Zusammenarbeit von Assistenz- und Fachkraftauszubildenden im Team
- begleiten Durchlässigkeit und Anschlussqualifizierung
Inhalte: Rechtlicher Stand und Übergangsregelungen · Kompetenzprofil und Aufgabenzuschnitt · Verdichtete Anleitungsplanung · Abgrenzung und Zusammenwirken der Lernendengruppen · Delegation an Assistenzkräfte · Durchlässigkeit und Anrechnung.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Vergleichende Planungsarbeit, Fallarbeit zu Aufgabenzuschnitt, Teamkonstellations-Analyse.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 3 (gesetzliche Rahmenbedingungen).
Sie nehmen mit: Angepasster Einsatzplan für Assistenzauszubildende im eigenen Bereich.
M41
Setting-Spezial: Langzeitpflege und ambulante Pflege
Anleiten ohne Skills Lab und ohne Kolleg:in nebenan
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Ein Modul für alle, die außerhalb der Klinik anleiten: Sie übertragen Methoden auf Ihr Setting, klären die rechtlichen Besonderheiten im Wohnraum und planen Anleitung so, dass sie neben der Tour überhaupt stattfinden kann.
Die Teilnehmenden
- übertragen Anleitungsmethoden auf ihre jeweilige Versorgungsform
- gestalten Anleitung in der Tour und im Wohnumfeld methodisch und rechtlich sicher
- nutzen die spezifischen Lernpotenziale ihres Settings (Beziehungskontinuität, Biografie, Selbstständigkeit)
- organisieren Anleitungszeit unter Tourenplan- und Personalbedingungen
Inhalte: Lernpotenziale der Langzeit- und ambulanten Pflege · Anleiten im Wohnraum: Hausrecht, Privatsphäre, Einwilligung · Anleitung in der Tour planen · Alleinarbeit und Aufsicht · Biografiearbeit und Beziehungskontinuität als Lerngegenstand · Kooperation mit der Schule bei geringer Kohortengröße.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Settingbezogene Fallarbeit, Tourenplan-Simulation, Methodentransfer-Werkstatt.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 3 (Rahmenbedingungen des eigenen Tätigkeitsfeldes).
Sie nehmen mit: Settingangepasster Anleitungsplan mit drei erprobbaren Anleitungssituationen.
M42
Gestaltungskompetenzen im Pflegealltag stärken
Lernende befähigen, Arbeit mitzugestalten statt sie nur zu bewältigen
Vertiefung / Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie entwickeln einen Auftrag, mit dem Auszubildende in Ihrem Bereich tatsächlich etwas verändern dürfen — klein genug, um realistisch zu sein, verbindlich genug, um Wirksamkeit erfahrbar zu machen.
Die Teilnehmenden
- beschreiben Gestaltungskompetenz und die Bedingungen ihrer Entwicklung
- identifizieren reale Gestaltungsspielräume im eigenen Bereich
- übertragen Lernenden Verantwortung für konkrete Verbesserungsvorhaben
- begleiten diese Vorhaben von der Idee bis zur Auswertung
- gehen mit Widerstand im Team konstruktiv um
Inhalte: Gestaltungskompetenz als Bildungsziel · Handlungsspielräume erkennen und zugänglich machen · Formate: Verbesserungsauftrag, Auszubildendenprojekt, zeitweise Übernahme eines Bereichs · Beteiligung und Entscheidungsrechte klären · Umgang mit „Das geht bei uns nicht" · Zusammenhang von Wirksamkeitserleben und Berufsverbleib.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Spielraumanalyse des eigenen Bereichs, Auftragsentwicklung, Widerstandsdialog im Rollenspiel.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 (Entwicklung begleiten, Handlungskompetenz fördern).
Sie nehmen mit: Ein ausformulierter Gestaltungsauftrag für Lernende mit Rahmen, Ressourcen, Entscheidungsrechten und Auswertungstermin.
M43
Multiplikator:in werden
Das PA-Netzwerk moderieren und weiterentwickeln
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie qualifizieren sich für die Moderation eines Praxisanleitungs-Netzwerks: Formate, Moderation, Weitergabe von Inhalten und die Vertretung Ihrer Anliegen nach oben — mit einem fertigen Jahresplan.
Die Teilnehmenden
- konzipieren Formate für den kollegialen Austausch mit klarem Nutzen
- moderieren Gruppen ergebnisorientiert, auch bei Widerstand
- geben eigene Fortbildungsinhalte an Kolleg:innen weiter
- vertreten Anliegen der Praxisanleitung gegenüber Leitungsebenen
Inhalte: Netzwerkformate: PA-Zirkel, kollegiale Beratung, Fallkonferenz · Moderationstechniken · Weitergabe von Inhalten (Train-the-Trainer-Grundlagen) · Umgang mit Widerstand und Beteiligungsmüdigkeit · Interessenvertretung gegenüber Leitung · Jahresplanung für das Netzwerk.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Moderationstraining mit Videofeedback, Lehrsequenz im Micro-Teaching, Jahresplanung.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 1 (Schulung und Beratung im Team).
Sie nehmen mit: Konzept und Jahresplan für einen PA-Zirkel im eigenen Haus, plus eine erprobte Weitergabesequenz.
M44
Communities of Practice aufbauen
Lernen in Praxisgemeinschaften über Stations- und Einrichtungsgrenzen hinweg
Innovation
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie verstehen, wie Lernen über Zugehörigkeit funktioniert, und planen konkret eine Praxisgemeinschaft — im Haus oder einrichtungsübergreifend. Einschließlich der unbequemen Frage, warum die meisten solchen Runden nach einem halben Jahr einschlafen.
Die Teilnehmenden
- erklären situiertes Lernen und das Hineinwachsen in eine Praxisgemeinschaft
- analysieren, wie Zugehörigkeit im eigenen Team tatsächlich hergestellt wird
- planen den Aufbau einer Community of Practice entlang ihrer drei Elemente
- wählen passende Präsenz- und Onlineformate aus
- erkennen die typischen Gründe, an denen solche Gemeinschaften nach wenigen Monaten scheitern
Inhalte: Situiertes Lernen und legitime periphere Teilhabe · die drei Elemente einer Community of Practice: gemeinsames Anliegen, Gemeinschaft, geteilte Praxis · Onboarding als Teilhabegestaltung · einrichtungsübergreifende Netzwerke von Praxisanleiter:innen · digitale Formate und ihre Tücken · Aufwand, Rollen, Rückendeckung durch Leitung · warum Praxisgemeinschaften einschlafen und was dagegen hilft.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Zugehörigkeitsanalyse des eigenen Teams, Aufbauplanung im Team, Szenarienarbeit zu typischen Scheiternsmustern.
Bezug zur DKG-Empfehlung: über die DKG-Empfehlung hinausgehend — Aktualisierungsfortbildung.
Sie nehmen mit: Ein Aufbauplan für eine Community of Practice mit Anliegen, Kernrunde, Rhythmus, Rollen und erstem Anlass.
M46
Qualitätsmanagement in der Praxisanleitung
Prozesse beschreiben, Rückmeldungen nutzen, Audits bestehen
Vertiefung
Präsenz oder 2 × 4 UE online
8 UE · davon 6 berufspäd.
Sie beschreiben Ihre Praxisanleitung als Prozess, finden die Stellen, an denen sie regelmäßig hakt, und bereiten sich auf Auditfragen vor. Mit einer Verfahrensanweisung im Entwurf und einem Fragenkatalog, der Ihnen die nächste Begehung erleichtert.
Die Teilnehmenden
- ordnen Qualitätsmanagementsysteme und ihre Instrumente im eigenen Haus ein
- beschreiben die Praxisanleitung als Prozess und finden die Schwachstellen
- wenden einen einfachen Verbesserungszyklus auf ein konkretes Problem an
- nutzen Beschwerden und Rückmeldungen von Lernenden als Verbesserungsquelle
- bereiten sich und ihren Bereich auf Auditfragen zur Ausbildungsqualität vor
Inhalte: Qualitätsmanagementsysteme im Krankenhaus im Überblick · Prozessbeschreibung und Verfahrensanweisung für die Praxisanleitung · PDCA als Verbesserungszyklus · Kennzahlen und typische Auditfragen · Beschwerdemanagement und Umgang mit kritischen Rückmeldungen · Schnittstelle zu Patientensicherheit und Risikomanagement · Dokumentenlenkung: Was muss wo abgelegt sein?
Umfang und Format: Präsenz oder 2 × 4 UE online · 8 UE, davon 6 berufspädagogisch
Methoden: Prozessaufnahme des eigenen Anleitungsablaufs, Auditsimulation, Fallarbeit an realen Beschwerden.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M I ME 4 „Qualitätsmanagement prozesshaft gestalten".
Sie nehmen mit: Eine Verfahrensanweisung Praxisanleitung im Entwurf und ein Auditfragenkatalog für den eigenen Bereich.
M47
Den Theorie-Praxis-Konflikt bearbeiten
Transfer gestalten, statt Widersprüche zu verschweigen
Vertiefung
Präsenz
8 UE · davon 8 berufspäd.
Sie arbeiten an dem Satz, der jede Anleitung sprengen kann: „In der Schule war das anders." Sie lernen, Widersprüche zu sortieren, mit Lernenden auszuhalten und dort zurückzuspiegeln, wo sie hingehören.
Die Teilnehmenden
- unterscheiden die Ursachen von Theorie-Praxis-Widersprüchen: Ressourcen, Wissensstand, Hausstandard, Haltung
- bearbeiten Widersprüche mit Lernenden, ohne sie vorschnell aufzulösen
- setzen Transfermethoden vor, während und nach dem Einsatz ein
- spiegeln begründete Konflikte an die Schule zurück
- reflektieren ihren eigenen Umgang mit Widersprüchen und erkennen Abkühlungsprozesse bei sich selbst
Inhalte: Formen und Ursachen des Theorie-Praxis-Konflikts · Transferförderung im Einsatzverlauf · Hausstandards prüfen und begründet ändern · Rückkopplung an die Schule als Teil der Lernortkooperation · Coolout: wenn Widersprüche zur Gewohnheit werden · Gesprächsformate, in denen Widersprüche benannt werden dürfen.
Umfang und Format: Präsenz · 8 UE, davon 8 berufspädagogisch
Methoden: Fallarbeit an realen Widersprüchen aus dem eigenen Bereich, Standardprüfung im Tandem, Rollenspiel zur Rückkopplung an die Schule.
Bezug zur DKG-Empfehlung: PA M III ME 2 „Handlungskompetenz in der Praxis fördern" (Transfer, Theorie-Praxis-Konflikt) sowie PA M I ME 3 (Lernortkooperation).
Sie nehmen mit: Drei bearbeitete Widerspruchsfälle mit begründeter Position und einem Rückmeldeweg an die Schule.
Empfohlene Jahrespakete
Drei Module ergeben die geforderten 24 Stunden. Diese Kombinationen haben sich bewährt:
| Paket | Module | Für wen |
|---|---|---|
| Pflicht kompakt | M01 + M04 + M07 | Neue PA, Nachweis sichern |
| Praxis vertiefen | M10 + M19 + M11 | PA mit 3+ Jahren Erfahrung |
| Zukunft gestalten | M27a + M28 + M34 | PA mit Entwicklungsauftrag |
| Lernbegleitung | M14 + M17 + M11 | PA, die vom Unterweisen zum Begleiten wechseln wollen |
| Spiel und Simulation | M31 + M32 + M33 | PA, die aktivierende Formate selbst aufbauen wollen |
| Werkstattjahr | M30 (16 UE) + M29 (12 UE) | Multiplikator:innen, Zertifikatslinie |
| Kultur und Haltung | M22 + M24 + M26 | PA, die an Teamkultur und Berufsverständnis arbeiten |
| Leitungsnah | M37 + M43 + M06 | PA-Koordination, Ausbildungsleitung |
Methodensplitter — Kurzformate à 4 UE
Ein Werkzeug, vier Unterrichtseinheiten, online. Die Splitter behandeln kein Thema in seiner Breite, sondern eine einzelne Methode — mit Erprobung im Kurs und einem Ergebnis, das am nächsten Arbeitstag einsetzbar ist. Machart angelehnt an die Reihe Upgrade: Lernkultur (Klett Kallmeyer im Friedrich Verlag).
Gut zu wissen: Jeder Splitter bringt 4 berufspädagogische Unterrichtseinheiten. Da mehrere Länder die Zahl der anrechenbaren Einzelveranstaltungen begrenzen, sind Splitter als Ergänzung zu Tagesmodulen gedacht. Bewährte Kombination für ein Jahr: zwei Module (16 UE) plus zwei Splitter (8 UE) — 24 UE in vier Veranstaltungen.
Teil 1: Übersetzungen der Upgrade-Themen
S01
Kollaboratives Lernen im Team
Gemeinsam lernen lassen, statt nebeneinander arbeiten zu lassen
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Unterschied zwischen Kooperation und Kollaboration · Aufgaben, die nur gemeinsam lösbar sind · Auszubildende verschiedener Kurse und Berufsgruppen zusammenbringen · Trittbrettfahren vermeiden.
Sie nehmen mit: Eine kollaborative Praxisaufgabe für zwei bis vier Lernende, mit Rollen und Auswertung.
S02
Die 4K in der Praxisanleitung
Kommunikation, Kollaboration, Kreativität, kritisches Denken — konkret
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Das 4K-Modell und seine Herkunft · was die vier Kompetenzen am Patientenbett bedeuten · Anleitungssituationen, die mehr als Handlungsroutine verlangen · kritisches Denken beobachtbar machen.
Sie nehmen mit: Vier Anleitungssituationen aus dem eigenen Bereich, je einer der 4K zugeordnet, mit Beobachtungskriterien.
S03
Eigenverantwortliches Lernen ermöglichen
Verantwortung übergeben, ohne allein zu lassen
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Verantwortungsübernahme, Selbstwirksamkeit und Selbstregulation als Schlüsselbegriffe · abgestufte Übergabe von Verantwortung · Lernvereinbarung als Instrument · der Moment, in dem man eingreifen muss.
Sie nehmen mit: Eine Lernvereinbarung mit Stufenlogik für einen konkreten Einsatz.
S04
Zeitgemäße Beurteilungs- und Feedbackkultur
Wenn die Note nicht abbildet, was gelernt wurde
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Warum wir bewerten, wie wir bewerten · Grenzen punktueller Leistungsmessung in der Praxis · lernförderliches Feedback statt Endurteil · Selbsteinschätzung als Teil der Beurteilung · dialogische Formate.
Sie nehmen mit: Ein überarbeitetes Zwischengespräch mit Selbsteinschätzungsteil und Feedbackstruktur.
S05
KI im Anleitungsalltag
Ein Werkzeug, ein Lerngegenstand, ein Konfliktfeld
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Was Sprachmodelle können und wo sie zuverlässig scheitern · Anleitungsmaterial generieren und prüfen · Umgang mit KI-gestützten Ausarbeitungen · Datenschutz bei Patientendaten.
Sie nehmen mit: Eine erprobte Prompt-Sammlung für wiederkehrende Anleitungsaufgaben.
S06
Medien- und Informationskompetenz vermitteln
Von der Fachinformation bis zum TikTok-Halbwissen
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Wo Auszubildende ihr Pflegewissen tatsächlich herholen · Quellen einordnen lernen · Fehlinformationen im Gesundheitsbereich · Umgang mit Fachinhalten aus sozialen Medien im Anleitungsgespräch.
Sie nehmen mit: Ein Kurzformat „Quellencheck" für die Übergabe oder Teambesprechung.
S07
Projektorientiertes Lernen im Praxiseinsatz
Ein echtes Vorhaben statt einer weiteren Ausarbeitung
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Merkmale echter Projektarbeit · geeignete Vorhaben im Stationsalltag finden · Auftrag, Ressourcen und Entscheidungsrechte klären · Begleitung ohne Übernahme · Präsentation und Auswertung.
Sie nehmen mit: Ein Projektauftrag für Lernende mit Zeitplan und Auswertungstermin.
Teil 2: Einzelmethoden aus dem Modulportfolio
S08
Feedback in sechzig Sekunden
Rückmeldung im laufenden Betrieb
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: One-Minute-Preceptor und SNAPPS · Feedback im Handlungsfluss · Wirkung von Timing und Sprache. Vertiefung in M09.
Sie nehmen mit: Zehn eingeübte Kurzformulierungen für den eigenen Schichtalltag.
S09
Denken hörbar machen
Think-Aloud als Anleitungsmethode
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Lautes Modellieren des eigenen Entscheidungswegs · Auszubildende zum Mitdenken bringen · typische Denkfehler erkennen. Vertiefung in M10.
Sie nehmen mit: Eine vorbereitete Think-Aloud-Sequenz für eine wiederkehrende Situation.
S10
Das Auswertungsgespräch
Debriefing, das mehr bringt als „Wie fanden Sie es?"
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Debriefing-Struktur in Kurzform · Fragetechniken · Umgang mit Schweigen und mit Rechtfertigung. Vertiefung in M12 und M11.
Sie nehmen mit: Ein persönlicher Fragenkatalog für Auswertungsgespräche.
S11
Lernaufträge schreiben
Vom vagen Auftrag zur bearbeitbaren Aufgabe
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Merkmale eines guten Lernauftrags · Passung zum Lernstand · Formulierungstraining an eigenen Beispielen. Vertiefung in M14.
Sie nehmen mit: Drei fertige Lernaufträge für den eigenen Bereich.
S12
Der Evidenz-Snack
Eine Frage, zwanzig Minuten Recherche, ein Beitrag fürs Team
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Fragen beantwortbar formulieren · frei zugängliche Quellen · Ergebnisse in fünfzehn Minuten aufbereiten. Vertiefung in M28.
Sie nehmen mit: Ein fertiger Evidenz-Snack zu einer eigenen Praxisfrage.
S13
Fallvignetten bauen
Kleine Fälle mit großer Wirkung
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Aufbau einer Vignette · Variationen nach dem What-if-Prinzip · Leitfragen statt Lösungen · Anonymisierung. Vertiefung in M08 und M10.
Sie nehmen mit: Drei einsatzfertige Fallvignetten mit Leitfragen.
S14
Beurteilungen formulieren
Beobachtung, Interpretation, Bewertung auseinanderhalten
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Typische Beurteilungsfehler · Ankerbeispiele statt Adjektive · Formulierungswerkstatt an anonymisierten Beispielen. Vertiefung in M04.
Sie nehmen mit: Ein Formulierungsbaukasten für wiederkehrende Beurteilungssituationen.
S15
Das Erstgespräch
Die ersten dreißig Minuten entscheiden über den Einsatz
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Lernstand, Vorerfahrung und mitgebrachte Kompetenzen erfassen · Erwartungen klären · Vereinbarungen treffen. Vertiefung in M17 und M16.
Sie nehmen mit: Ein Gesprächsleitfaden für das Erstgespräch mit neuen Lernenden.
S16
Room of Horrors kompakt
Ein Fehlersuchszenario in vier Stunden planen
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Fehlerauswahl nach Bereichsrisiko · Aufbau mit Bordmitteln · Beobachtung und Auswertung ohne Bloßstellung. Vertiefung in M31.
Sie nehmen mit: Eine Fehlerliste und ein Aufbauplan für den eigenen Bereich.
S17
Die Sechs-Stufen-Methode kompakt
Vom Vormachen zum begründeten Handeln
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Die sechs Stufen der Arbeitsunterweisung · die drei Stellen, an denen sie in der Pflege scheitert, wenn man sie wörtlich nimmt · die fehlende Begründungsebene ergänzen. Vertiefung in M07.
Sie nehmen mit: Eine ausgearbeitete Anleitungssequenz für eine Tätigkeit des eigenen Bereichs.
S18
Priming und Debriefing in fünf Minuten
Die Klammer um jede Anleitungssituation
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Vorher den Blick lenken, hinterher das Erlebte sortieren · zwei Kurzformate unter zehn Minuten · Fragen, die auch unter Zeitdruck funktionieren. Vertiefung in M12.
Sie nehmen mit: Ein Kartenset mit Priming- und Debriefing-Fragen für die häufigsten Situationen des eigenen Bereichs.
S19
Concept Mapping
Zusammenhänge sichtbar machen statt abfragen
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Begriffslandkarten als Diagnose- und Lerninstrument · erkennen, wo Wissen zusammenhanglos nebeneinandersteht · Auswertung ohne Notendruck. Vertiefung in M10.
Sie nehmen mit: Zwei Map-Aufträge mit Auswertungsraster.
S20
Ein Lernnugget produzieren
Kurzformate, die zwischen Übergabe und Visite passen
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Ein Lernziel statt vieler Informationen · Formate von der Karte bis zum Kurzvideo · Einbettung in Teamroutinen. Vertiefung in M35.
Sie nehmen mit: Ein produziertes Lernnugget und ein Plan für seine Verankerung.
S21
Das Fehlerbild der Woche
Fehlersuche als wöchentliche Kurzroutine
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Ein Foto, drei versteckte Fehler, fünf Minuten Auswertung in der Übergabe · Fehlerauswahl nach Bereichsrisiko · Auswertung ohne Bloßstellung. Vertiefung in M31.
Sie nehmen mit: Vier vorbereitete Fehlerbilder mit Auswertungsschema.
S22
Das kritische Gespräch vorbereiten
Fünf Schritte, bevor Sie den Raum betreten
Splitteronline synchron4 UE · davon 4 berufspäd.
Inhalte: Sachverhalt, Beleg, Ziel, Angebot, Grenze · Belege sammeln statt Eindrücke sammeln · Umgang mit Abwehr im Gespräch. Vertiefung in M19.
Sie nehmen mit: Ein vorbereitetes Gespräch für einen realen eigenen Fall.
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Alle Module sind auch als Inhouse-Veranstaltung buchbar und werden dabei mit Fallmaterial aus Ihrer Einrichtung gearbeitet. Terminanfragen und Konditionen gern direkt per Nachricht.